Nach 40 Jahren der Erneuerung hat Vietnam Beziehungen zu mehr als 40 Partnern auf verschiedenen Stufen aufgenommen. Das Land hat tiefgreifend an Freihandelsabkommen neuer Generationen teilgenommen und seine Position in multilateralen Mechanismen verbessert.
Von der Reaktion zur aktiven Chancengestaltung
Jedoch liegt der Wert dieser Beziehungen nicht in der Anzahl von Partnern oder Kooperationsrahmen, sondern in der Kompetenz, hochwertige Investitionen, fortschrittliche Technologien, hochqualifizierte Fachkräfte, neue Märkte und höhere Positionen in der globalen Wertschöpfungskette zu fördern. Dafür forderte KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam die starke Erneuerung vom außenpolitischen Denken:
„Wir sollten die Weltlage richtig einschätzen, die inländische Lage klar verstehen und unsere Interessen sowie Kompetenzen genau bestimmen. Es ist wichtig, Chancen früh zu erkennen und in Ergebnisse zu verwandeln. Außerdem sollten wir die Kooperation ausbauen und zugleich die strategische Eigenständigkeit, die innere Stärke und die Widerstandsfähigkeit stärken. Die Außenpolitik sollte ihre Vorreiterrolle entfalten: frühzeitig erkennen, richtig beraten und rechtzeitig handeln. Dies sollte dazu beitragen, das Vaterland von früh an zu verteidigen und Entwicklungsressourcen zu nutzen.“
Laut dem ehemaligen Vizeaußenminister Pham Quang Vinh verfügt Vietnam derzeit über zahlreiche günstige Bedingungen, das neue Denken zu realisieren:
„Wir befinden uns in einer günstigen Position, um Chancen zu nutzen und Herausforderungen zu bewältigen. Wir verfügen bereits über eine Reihe von Beschlüssen zur Entwicklung des Landes bis 2030 mit einer Vision bis 2045. Zudem pflegen wir Beziehungen zu Großmächten und Nachbarländern. Nach mehr als vier Jahrzehnten der internationalen Integration besitzt Vietnam ein System von Lieferketten, die eng mit der Entwicklung des Landes verbunden sind. Darüber hinaus haben wir durch die Teilnahme an zahlreichen internationalen Abkommen ein gewachsenes Ansehen befestigt.“
Jedoch sind diese Vorteile nur zu Wachstumsimpulsen geworden, wenn jede außenpolitische Aktivität konkrete Werte für jede Branche, jede Region und jedes Unternehmen schaffen kann. Das ist auch die Orientierung, die das Außenministerium durch die Vernetzung von Investitionen, die Förderung von Innovationen, die Mobilisierung hochwertiger Ressourcen und die Beteiligung an Kooperationsnetzwerken mit hoher Wertschöpfung umsetzt. Dazu der Vizeleiter der Abteilung für Außenangelegenheiten und Kulturdiplomatie im Außenministerium, Nguyen Dong Trung:
„Wir verfolgen stets den Grundsatz: Das Ergebnis steht im Mittelpunkt und dient als Maßstab, die Kommunen liegen im Zentrum unseres Handelns und die Innovation dient als Handlungsprinzip. Wir haben Aktivitäten zur Investitionsförderung durchgeführt, die sich stark auf Technologie und Wissen konzentrieren. Außerdem haben wir hochwertiges Kapital mobilisiert, Innovationszentren errichtet und entwickelt und uns an internationalen Kooperationsnetzwerken mit hoher Wertschöpfung beteiligt. Dies haben wir basierend auf den Bedürfnissen der Kommunen und der Stärke jedes Partners durchgeführt.“
Entwicklungseffizienz als Maßstab
Der neue Punkt des außenpolitischen Denkens derzeit liegt nicht nur im Ausbau der Beziehungen, sondern auch in der Bewertung der Effizienz.
In einer Welt vieler Schwankungen liegt der Vorteil bei jenen Staaten, die Chancen frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln. Für Vietnam bedeutet die Erneuerung des außenpolitischen Denkens den Wandel von Methoden zur Schaffung von Ressourcen für die Entwicklung. Wenn jeder Kooperationsrahmen durch Projekte, Technologien, Kapital, Märkte und praktische Interessen für die Bevölkerung konkretisiert wird, wird die Außenpolitik eine Pionierkraft sein, die zur schnellen und nachhaltigen Entwicklung in der neuen Ära beitragen kann.
