Die Augustrevolution trug nicht nur einen nationalen Charakter, sondern verkörperte auch humanistische und menschenrechtliche Werte.
Entfaltung der fortschrittlichen Werte der Menschheit
Die Augustrevolution hat das Recht der vietnamesischen Bevölkerung auf Leben grundlegend gesichert. Das vietnamesische Volk war aufgrund der Hungersnot von 1945 – verursacht durch das faschistische und koloniale Regime sowie Naturkatastrophen und Missernten – an den Rand des Abgrunds gedrängt worden. Dennoch erlangte es das Recht auf Selbstbestimmung über das Land, das Recht auf Existenz und das Recht auf ein Leben in einer gerechten Gesellschaft zurück.
In den ersten Tagen der Unabhängigkeit erließ die provisorische Regierung trotz vieler Herausforderungen zahlreiche humanitäre politische Maßnahmen wie Abschaffung von Steuern und Bereitstellung von Hungerhilfen. Die junge demokratische Republik gewährte allen Bevölkerungsschichten das aktive und passive Wahlrecht. Bereits 1946, als viele Länder noch über das Frauenwahlrecht debattierten, garantierten die ersten allgemeinen Wahlen in Vietnam Frauen das gleiche Wahlrecht.
Entwicklung für den Menschen und das Glück des Volkes
Partei und Staat Vietnams betrachten den Menschen stets als Fundament, Ziel und treibende Kraft der nachhaltigen Entwicklung. Beim jüngsten Treffen mit den nicht erneut kandidierenden Mitgliedern des KPV-Zentralkomitees der 14. Amtsperiode bekräftigte KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam:
„Jede Generation hat ihre eigenen Aufgaben, teilt aber das gemeinsame Ziel, dem Vaterland und dem Volk zu dienen. Die Geschichte verlangt nicht, dass nachfolgende Generationen die Methoden ihrer Vorgänger wiederholen. Sie fordert jedoch von jeder Generation, den Idealen und Zielen der Partei treu zu bleiben, das Erbe zu bewahren und den nötigen Mut zur Erneuerung aufzubringen, um die Mission ihrer eigenen Epoche zu erfüllen.“
In den vergangenen 81 Jahren stand bei der Vervollkommnung des Rechtssystems stets die Gewährleistung der legitimen Rechte und Interessen des Volkes im Mittelpunkt. Die Verfassung von 2013 enthält erstmals 36 Artikel, die sich direkt auf Menschen- und Bürgerrechte beziehen. Zudem wurden zahlreiche Gesetze wie das Zivilgesetzbuch, das Strafgesetzbuch, das Kindergesetz, das Geschlechtergleichstellungsgesetz und das Behindertengleichstellungsgesetz erlassen, um diese Rechte zunehmend umfassender zu konkretisieren, im Einklang mit der nationalen Realität und internationalen Standards. Bis Ende 2025 sind über 95 Prozent der vietnamesischen Bevölkerung krankenversichert – der höchste Wert aller Zeiten. Die Einschulungs- und Abschlussquote in der Grundschule liegt bei über 98 Prozent. Menschen mit Behinderungen, Senioren und ethnische Minderheiten profitieren von zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen in den Bereichen Beschäftigung und Existenzsicherung.
In den strategischen Leitlinien des 14. Parteitags steht der Mensch konsequent im Mittelpunkt. Auf lokaler Ebene hat Hanoi das Ziel festgelegt: Die Entwicklung solle dazu dienen, die Bürger glücklicher zu machen. Vu Dai Thang, Vorsitzender des Volkskomitees der Stadt Hanoi, erklärt:
„Derzeit ist der Dienstleistungssektor der Hauptmotor für die Entwicklung. Ab 2027-2028 werden jedoch neue Branchen mit hoher Wertschöpfung und Hochtechnologie sowie Bereiche mit sozialer und kultureller Bedeutung wie das Gesundheits- und Sozialwesen eine enorme Triebkraft schaffen, um das Ziel einer umfassenden Entwicklung zu erreichen.“
Die Praxis in Vietnam in den vergangenen 81 Jahren hat bewiesen: Ein Staat, der die Menschenrechte am höchsten achtet, ist genau der Staat, der sich am stärksten dafür einsetzt, dass alle Bürger in Frieden leben können, verlässliche soziale Sicherheit genießen und Chancen auf eine umfassende Entwicklung erhalten. Dies ist nicht nur das Ergebnis der Augustrevolution, sondern auch das Prinzip der staatlichen Regierungsführung Vietnams in einer integrierten Welt.
