Das Recht auf legalen Wohnraum ist in der vietnamesischen Verfassung und im Wohnraumgesetz verankert. Damit wird deutlich: Wohnraumversorgung ist nicht nur staatliche Verwaltungsaufgabe, sondern Ausdruck eines Staates, der den Menschen in den Mittelpunkt der Entwicklung stellt.
Ein Ökosystem für nachhaltiges sicheres Wohnen aufbauen
Mit der schnellen Urbanisierung und der starken Binnenmigration steigt der Bedarf an Wohnungen für Geringverdiener und Arbeiter in den Städten stetig. Gleichzeitig bleiben Sozialwohnungen und günstige Mietangebote begrenzt. Probleme bei Grundstücken, Investitionsverfahren und Krediten erschweren die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus zusätzlich. Deshalb betrachtet Vietnam Wohnungsbau inzwischen als Teil der Sozialpolitik und der nationalen Entwicklungsstrategie. Auf einer Sitzung zur Entwicklung von Mietwohnungen in Hanoi betont Premierminister Le Minh Hung:
„Der Staat übernimmt die Rolle des Gestalters, schafft rechtliche Rahmenbedingungen sowie Finanz- und Kreditinstrumente, damit sich der Markt transparent und gesund entwickeln kann. Unternehmen sollen sich mit angemessenem Gewinn beteiligen können, während die Menschen Zugang zu stabilem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum erhalten.“
Diese Aussage zeigt einen neuen Ansatz: Der Staat ersetzt nicht den Markt, sondern steuert ihn so, dass die Interessen von Unternehmen und Bürgern im Gleichgewicht bleiben. Damit soll verhindert werden, dass sich der Immobilienmarkt nur an Spekulation oder an Besserverdienende richtet.
Erstmals definiert Vietnam Mietwohnungen zudem als langfristigen strategischen Bereich. Nicht jeder kann sofort Wohneigentum erwerben, doch jeder Mensch soll Zugang zu sicherem Wohnraum haben. Dafür werden zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, darunter die Gründung eines nationalen Wohnungsfonds, die Bereitstellung von mehr Flächen für Sozialwohnungen, Entwicklung der Wohnheime für Arbeiter und Vereinfachung von Investitionsverfahren.
Das Recht auf sicheres Wohnen für alle garantieren
Die aktuelle Wohnungspolitik bestätigt erneut den Grundsatz Vietnams, wirtschaftliche Entwicklung mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Neben Wirtschaftswachstum legt der Staat großen Wert auf grundlegende Bürgerrechte, darunter das Recht auf sicheres Wohnen. Bei einer Sitzung mit der Parteileitung der Regierung zur Umsetzung der Partei-Richtlinie über sozialen Wohnungsbau erklärt KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam:
„Wohnraum muss Teil der nationalen Stadtentwicklungsstrategie sein. Wohngebiete müssen gemeinsam mit technischer Infrastruktur und sozialen Dienstleistungen geplant werden. Der Staat soll Flächen bereitstellen, Finanzhilfen geben und Verwaltungsverfahren vereinfachen. Gleichzeitig müssen Bürger Zugang zu stabilem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum erhalten. Mietwohnungen sollen zu einer strategischen Säule werden.“
Der Wert eines entwickelten Landes zeigt sich daran, ob alle Menschen die Chance auf ein stabiles Leben durch ihre eigene Arbeit haben. Die aktuellen Wohnungsprogramme Vietnams stehen daher nicht nur für wirtschaftliche Ziele, sondern auch für ein inklusives Entwicklungsmodell, das den Menschen ins Zentrum stellt.
