Die strategischen Weichenstellungen, die vom KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam erwähnt wurden, richten sich auf ein gemeinsames Ziel. Es handelt sich um den Aufbau einer modernen und effizienten nationalen Governance, die den Anforderungen der neuen Entwicklungsphase besser gerecht werden soll.

Ressourcen als einheitliches Ganzes betrachten

Laut dem Partei- und Staatschef dürfen Verwaltungsgrenzen das Entwicklungsdenken nicht einschränken. Land, Meer, Städte, Infrastruktur, Naturressourcen und Daten müssten als einheitliches Ganzes betrachtet und gemäß nationalen Strategien, regionalen Vorteile sowie der Gesamteffizienz organisiert werden. Dieser Wandel sollte einen neuen Entwicklungsraum schaffen, Ressourcen effizient nutzen, die Interessen zwischen Staat, Bevölkerung und Unternehmen im Einklang bringen und lokale Vorteile zur nationalen Stärke bündeln. Der Chefredakteur der Zeitschrift für Sozialwissenschaften und Humanität der Universität für Sozialwissenschaften und Humanität, Professor Nguyen Tuan Anh, sagte, er interessiere sich für die Anforderung, eine Weichenstellung von einer dezentralen Verwaltung zum einheitlichen Management von Entwicklungsraum und nationalen Ressourcen zu schaffen. Wenn Vietnam diesen Wandel gut durchführe, könne das Land nationale Ressourcen besser mobilisieren und nutzen und dadurch Fundamente für eine schnelle, inklusive und nachhaltige Entwicklung schaffen, erklärt Tuan Anh weiter.

Aufwertung des Denkens und der nationalen Governance-Kapazität

Hinsichtlich der Ergebnisse der Reform des Apparats bekräftigte To Lam, dass die Reorganisation des politischen Systems eine schlankere Organisationsstruktur geschaffen habe. Dies gelte jedoch lediglich als eine Voraussetzung für eine effizientere Regierungsführung.

Der Erfolg der Reform liegt nicht nur in der Anzahl der zusammengelegten Behörden, der reduzierten Einheiten oder im abgebauten Personal. Er sollte außerdem zeigen, dass Entscheidungen schneller getroffen werden, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden reibungsloser funktioniert, Verwaltungsverfahren vereinfacht werden und die Bevölkerung sowie Unternehmen besser betreut werden.

Professor Nguyen Tuan Anh ist der Meinung, dass der Partei- und Staatschef die Kernziele der Reorganisation des Staatsapparats verdeutlicht habe:

„Diese Anordnung hat die Aufwertung des Denkens und der nationalen Governance-Kapazität dargestellt. Ein schlanker Staatsapparat ist bedeutend, wenn er gleichzeitig die Führungswirksamkeit stärkt, die Verwaltungseffizienz steigert und die Bedienungsqualität für die Bevölkerung verbessert. Die Leistungsfähigkeit des politischen Systems muss sich an realen Erfahrungen der Bevölkerung messen lassen.“

Ein Jahr nach der Umsetzung des neuen Organisationsmodells befindet sich die Reform derzeit in einer entscheidenden Phase, deren Schwerpunkt auf der Verbesserung der Funktionsfähigkeit liegt. Der Erfolg der neuen Führungskompetenz ist der Maßstab für den Wert der Reform. Denn jede politische Entscheidung sollte neue Entwicklungskapazität für das Land schaffen.