Das Meer wird nicht nur als Ressourcen, sondern auch als Raum für Leben, Entwicklung und Landesverteidigung anerkannt.

Ein Wandel im Denken zur Eröffnung eines neuen Entwicklungsraums

Der bemerkenswerteste Aspekt des Beschlusses besteht darin, eine starke Meeresnation aufzubauen, anstatt wie bisher sich auf die Entwicklung der Meereswirtschaft zu konzentrieren. Der maritime Raum wird als einheitliches Ganzes betrachtet, in dem alle Entwicklungsprojekte gleichzeitig den Zielen der nationalen Entwicklung, des Schutzes der Souveränität und der Verbesserung des nationalen Ansehens dienen müssen. Dazu KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam:

„Der neue Beschluss muss die Frage beantworten, wie Vietnam seinen gesamten nationalen Meeresraum nutzen, verwalten und entwickeln wird, um die Entwicklungsziele des Landes in den kommenden Jahrzehnten zu erreichen. Alle strategischen Planungen und Programme zur maritimen Entwicklung müssen gleichzeitig den Anforderungen des Schutzes der nationalen Souveränität, der souveränen Rechte und der Gerichtsbarkeit dienen. Sie müssen außerdem dazu beitragen, ein friedliches und stabiles Umfeld zu erhalten, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken und die nationalen Interessen auf dem Meer zu schützen.“

Der Beschluss setzt nicht nur Ziele für die Entwicklung maritimer Wirtschaftssektoren, sondern fordert auch den Aufbau von Kapazitäten zur Verwaltung des gesamten nationalen Meeresraums. Professor Vo Si Tuan, Vizepräsident des vietnamesischen Aquakulturverbandes, sagt:

„Der Beschluss erwähnt den Standpunkt über das Management und die Vernetzung des maritimen Raums. Die Meere und Ozeane müssen ein gemeinsamer Raum sein. Alle Sektoren müssen zusammenarbeiten, um den Nutzen des Meeres zu maximieren. Ein Meeresgebiet kann je nach seinen sozioökonomischen und ökologischen Eigenschaften für viele verschiedene Zwecke genutzt werden.“

Entwicklung zur Stärkung der nationalen Macht

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt des Beschlusses ist, dass die Entwicklung und Verteidigung des Landes sich viel ergänzen sollen. Jedes Wirtschaftsprojekt auf dem Meer muss zur Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit beitragen. Umgekehrt ist ein friedliches, stabiles und sicheres maritimes Umfeld erforderlich, um Investitionen anzuziehen, den Handel zu fördern und eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Vietnam baut eine starke Meeresnation nicht durch Wettbewerb oder Konfrontation auf, sondern durch Regierungsführungsfähigkeit, wissenschaftliche und technologische Stärke, Entwicklung grüner Wirtschaft und internationale Zusammenarbeit. Professor Vo Si Tuan weiter:

„Die internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich, da maritime Probleme keine Grenzen kennen. Wir müssen grenzüberschreitende Probleme gemeinsam mit anderen Ländern lösen. Wir müssen aktiv einen Beitrag leisten, an internationalen Aktivitäten teilnehmen, Ressourcen teilen und Informationen austauschen. Ohne die Zusammenarbeit ist es für uns schwierig, die Ressourcen des Ostmeeres nachhaltig und höchst effektiv zu nutzen.“

Der Beschluss zum Aufbau und zur Entwicklung Vietnams zu einer starken Meeresnation eröffnet nicht nur neue Entwicklungsmöglichkeiten, sondern bekräftigt auch Vietnams strategische Vision: Entwicklung einer modernen maritimen Wirtschaft in Verbindung mit dem Schutz der Souveränität, einer nachhaltigen Regierungsführung und der Stärkung der internationalen Zusammenarbeit für gemeinsamen Frieden und Wohlstand.