In Ho Chi Minh Stadt gibt es drei hinduistische Tempel. Der älteste liegt an der Straße Truong Dinh. Er befindet sich in einem Gebiet, in dem früher überwiegend Inder gelebt haben.
“Den ba An”, so nennen die Einwohner von Ho Chi Minh Stadt den hinduistischen Tempel in der Straße Truong Dinh. “An” bedeutet in diesem Zusammenhang “Indien”. Vor dem Tempel steht ein dreistöckiger Turm, der in drei Farben, Grün, Rot und Gelb, angestrichen wurde. Der Turm ist zwölf Meter hoch und ist mit zahlreichen Statuen von Hindu-Heiligen und Tieren geschmückt. Im Tempel wird die Hindu-Göttin Mariamman verehrt. Die Hindus glauben, dass diese Göttin ihnen ertragreiche Ernten, Gesundheit und Glück bringt.
Der Tempel wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Damals waren eine große Anzahl von Indern nach Vietnam und in andere Länder ausgewandert. Der Tempel wird derzeit von Menschen indischer Abstammung in Stand gehalten, sagt Vuong Liem, der den Tempel verwaltet:
“Anfangs wurde der Tempel aus Wellblech gebaut. Im Jahr 1950 wurde er dann restauriert. Die Architektur, die wir heute sehen, gab es schon damals.“
Die Statue der Göttin Mariamman steht im Hauptraum des Tempels. Der Raum ist von Eisenzäunen umgeben. Nur die Verantwortlichen dürfen diesen Raum betreten. Vor dem Hauptraum ist eine große Halle, wo die Hindus ihre Opfergabe hinlegen. Seit langem ist der Tempel ein beliebtes Besuchsziel der Einwohner von Ho Chi Minh Stadt und auch von ausländischen Touristen. Vor allem freitags ist der Tempel sehr gut besucht. In diesem Tag findet hier ein besonderes Ritual statt: Man badet die Statue der Göttin Mariamman. Die 67-jährige Truong Thi Kim Hoa hat zum ersten Mal an diesem Ritual teilgenommen, als sie 18 Jahre alt war. Sie komme seitdem jeden Freitag hierher, um sich an dem Ritual zu beteiligen, so Hoa:
“Ich denke, dass sich meine Wünsche verwirklichen, nachdem ich das Baden der Statue gesehen habe. Ich bin kein Hindu. Ich besuche aber gerne Pagoden, Tempel und auch Kirchen. Sonntags gehe ich zur Kirche. Am ersten und 15. Tag des Monats nach dem Mondkalender gehe ich zur buddhistischen Pagode.”
Wie Hoa besucht auch Le Ngoc Duong wöchentlich den Tempel: “Ich kam erstmals hierher, als ich noch ledig war. Ich habe jetzt bereits zwei Kinder. Ich bete meistens um Gesundheit und Glück für meine Familienangehörigen.” Alle, die freitags den Hindu-Tempel “Ba An” besuchen, bekommen kleine Geschenke. Das sind zum Beispiel Reisbeutel oder getrocknete Blumensträuße. Truong Thi Kim Hoa sagt, dass diese Geschenke für sie sehr wertvoll seien:
“Ich vermische den Reis des Tempels mit meinem Reis zu Hause. Ich glaube, dass dies uns dabei hilft, ein wohlhabendes Leben haben zu können. Menschen, die sich einmal in diesem Tempel etwas gewünscht haben und deren Wünsche erfüllt wurden, bringen der Göttin Reis als Opfergabe dar. Der Reis wird dann weiter an andere Menschen verteilen.”
Der Tempel ist täglich geöffnet und steht allen Besuchern offen.
Lan Anh
|
|
|
| Der Tempel Ba An (Foto: Newvietart.com) |
“Den ba An”, so nennen die Einwohner von Ho Chi Minh Stadt den hinduistischen Tempel in der Straße Truong Dinh. “An” bedeutet in diesem Zusammenhang “Indien”. Vor dem Tempel steht ein dreistöckiger Turm, der in drei Farben, Grün, Rot und Gelb, angestrichen wurde. Der Turm ist zwölf Meter hoch und ist mit zahlreichen Statuen von Hindu-Heiligen und Tieren geschmückt. Im Tempel wird die Hindu-Göttin Mariamman verehrt. Die Hindus glauben, dass diese Göttin ihnen ertragreiche Ernten, Gesundheit und Glück bringt.
Der Tempel wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Damals waren eine große Anzahl von Indern nach Vietnam und in andere Länder ausgewandert. Der Tempel wird derzeit von Menschen indischer Abstammung in Stand gehalten, sagt Vuong Liem, der den Tempel verwaltet:
“Anfangs wurde der Tempel aus Wellblech gebaut. Im Jahr 1950 wurde er dann restauriert. Die Architektur, die wir heute sehen, gab es schon damals.“
Die Statue der Göttin Mariamman steht im Hauptraum des Tempels. Der Raum ist von Eisenzäunen umgeben. Nur die Verantwortlichen dürfen diesen Raum betreten. Vor dem Hauptraum ist eine große Halle, wo die Hindus ihre Opfergabe hinlegen. Seit langem ist der Tempel ein beliebtes Besuchsziel der Einwohner von Ho Chi Minh Stadt und auch von ausländischen Touristen. Vor allem freitags ist der Tempel sehr gut besucht. In diesem Tag findet hier ein besonderes Ritual statt: Man badet die Statue der Göttin Mariamman. Die 67-jährige Truong Thi Kim Hoa hat zum ersten Mal an diesem Ritual teilgenommen, als sie 18 Jahre alt war. Sie komme seitdem jeden Freitag hierher, um sich an dem Ritual zu beteiligen, so Hoa:
“Ich denke, dass sich meine Wünsche verwirklichen, nachdem ich das Baden der Statue gesehen habe. Ich bin kein Hindu. Ich besuche aber gerne Pagoden, Tempel und auch Kirchen. Sonntags gehe ich zur Kirche. Am ersten und 15. Tag des Monats nach dem Mondkalender gehe ich zur buddhistischen Pagode.”
Wie Hoa besucht auch Le Ngoc Duong wöchentlich den Tempel: “Ich kam erstmals hierher, als ich noch ledig war. Ich habe jetzt bereits zwei Kinder. Ich bete meistens um Gesundheit und Glück für meine Familienangehörigen.” Alle, die freitags den Hindu-Tempel “Ba An” besuchen, bekommen kleine Geschenke. Das sind zum Beispiel Reisbeutel oder getrocknete Blumensträuße. Truong Thi Kim Hoa sagt, dass diese Geschenke für sie sehr wertvoll seien:
“Ich vermische den Reis des Tempels mit meinem Reis zu Hause. Ich glaube, dass dies uns dabei hilft, ein wohlhabendes Leben haben zu können. Menschen, die sich einmal in diesem Tempel etwas gewünscht haben und deren Wünsche erfüllt wurden, bringen der Göttin Reis als Opfergabe dar. Der Reis wird dann weiter an andere Menschen verteilen.”
Der Tempel ist täglich geöffnet und steht allen Besuchern offen.
Lan Anh

