Das Wohnviertel Ha Tien entstand durch den Zusammenschluss mehrerer früherer Wohnviertel der ehemaligen Stadt Ha Tien. Wegen zahlreicher kleiner Grenzwege verstärken die Grenzschutzkräfte ihre Patrouillen gegen Schmuggel und illegale Einreisen. Gleichzeitig unterstützt die Verwaltung die Bevölkerung bei Verwaltungsverfahren. Pham Khac Phara, stellvertretender Vorsitzender des Volkskomitees von Ha Tien, erklärt:
„Im Wohnviertel Ha Tien leben viele ethnische Minderheiten, vor allem Khmer und Hoa. Deshalb setzen wir im Verwaltungszentrum Mitarbeiter ein, die die Khmer-Sprache und Chinesisch sprechen, um die Bürger bei Behördengängen zu unterstützen. Die Zufriedenheitsrate der Bevölkerung liegt bei 99 Prozent.“
Oberstleutnant Chau Van Nat, Polizeibeamter in der Nachbarschaftsgruppe Xa Xia im Wohnviertel Ha Tien, erklärt:
„In der Nachbarschaftsgruppe Xa Xia leben viele Angehörige der Khmer-Minderheit, sie machen etwa 70 Prozent der Bevölkerung aus. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass viele Einwohner nur begrenzte Vietnamesischkenntnisse haben. Deshalb arbeiten wir regelmäßig mit lokalen Organisationen und Verbänden zusammen, um die Menschen über staatliche Richtlinien und Gesetze zu informieren. Außerdem besuchen wir die Haushalte direkt und helfen den Bürgern bei Online-Verwaltungsverfahren.“
Auch andere zuständige Stellen beteiligen sich und arbeiten eng zusammen. Ngo Thi Hong Dao, Leiterin der Frauengruppe in der Nachbarschaftsgruppe My Lo des Wohnviertels Ha Tien, sagt:
„Wir unterstützen Frauen bei der Installation der digitalen Identitäts-App VNeID auf ihren Smartphones und helfen ihnen bei Verwaltungsverfahren sowie der Anmeldung des Wohnsitzes. Gemeinsam mit der Polizei informieren wir sie außerdem über die Cybersicherheit.“
Darüber hinaus hat Ha Tien alle baufälligen Häuser für arme und nahezu arme Haushalte beseitigt und damit die vorgegebenen Ziele deutlich übertroffen. Besonders Familien der Khmer-Minderheit erhalten Unterstützung bei Landwirtschaft, Ausbildung und günstigen Krediten. Der Bewohner Chau Neng sagt:
„Die Behörden unterstützen meine Familie mit Setzlingen, landwirtschaftlichen Schulungen und günstigen Krediten. Ich baue Süßkartoffeln und Reis an und kann gut davon leben.“
Zur Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung trägt auch das Modell einer mobilen Bürgerwehr zur Kriminalitätsprävention entlang der Grenze bei. Die ursprünglich während der COVID-19-Pandemie gegründete Gruppe konzentriert sich inzwischen auf die Bekämpfung von Kriminalität und sozialen Problemen sowie auf die Aufklärung für die Bevölkerung. Der Leiter des Teams der lokalen Sicherheit Si Phon erklärt:
„Wir informieren die Bewohner über Gesetze und warnen vor Betrug und illegalen Aktivitäten. Gleichzeitig helfen wir dabei, illegale Grenzübertritte frühzeitig zu erkennen.“
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bevölkerung gilt Ha Tien heute als positives Beispiel für Sicherheit und soziale Entwicklung an der Südwestgrenze Vietnams. Bis 2030 soll sich das Wohnviertel zu einem Zentrum für Meereswirtschaft, Tourismus und Grenzhandel entwickeln.
