Pilotprojekt zum Ausbau ländlicher Gebiete in der Gemeinde Quynh Minh

(VOVworld) - Vor drei Jahren wurde ein Pilotprojekt zum Ausbau ländlicher Gebiete gestartet. Die nördliche Provinz Thai Binh, die in erster Linie von der Reisproduktion lebt, hat nach einem Jahr wichtige Erfolge erzielt. Obwohl  einige Gemeinden bei der Planung der Produktion sehr erfolgreich sind, steht die Provinz immer noch vor vielen Schwierigkeiten. Dies zeigt sich beispielsweise in der mangelnden Finanzierung und schlechten Infrastruktur.

 

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Dank des Projekts hat sich das Leben der Bewohner in Quynh Minh verbessert.
(Foto: thaibinhtv.vn)


Für Nguyen Van Dong und viele andere Bewohner der Gemeinde Quynh Minh war es wichtig, das Bewässerungssystem zu verbessern und geeignete Pflanzensorten für den Anbau zu finden. Dies hat ihnen geholfen, das Einkommen zu erhöhen. Dank Training und Beratung für die Bauern hat die Familie von Dong durch Schweinezucht und Anbau von Gurken bessere Erträge erzielt. Der jährliche Verdienst beträgt nun bis zu umgerechnet 3000 Euro. Dazu sagt Dong:

„Seitdem wir das Projekt zur Neugestaltung ländlicher Gebiete gestartet haben, hat sich in unserem Leben viel geändert. Meine Familie hat Dank Schweinezucht und Reisanbau einen besseren Lebensunterhalt. Die Genossenschaft hilft Bauern bei der Beschaffung von Setzlingen und Technik, sowie beim Verkauf ihrer Produkte. Wir haben nun zementierte Wasserkanäle und benutzen mehr Maschinen in der Produktion.“

Nguyen Thi Luyen im Dorf Thuong Xa freut sich über die verbesserte  Infrastruktur des Landes, wie beispielsweise schöne Straßen und Wohngebiete. Ihre Familie hat Boden gespendet, um neue Straßen zu bauen. Dazu sagt Luyen:

„Meine Familie unterstützt alle Anstrengungen der Behörden. Wir haben für den Bau des sauberen Wassers sowie Boden für Straßenbau gespendet. Ich finde, die Bewohner unterstützen alle Aktivitäten der Behörden, von denen die Bevölkerung profitieren kann.“

Fast drei Jahre nach dem Start des Pilotprogramms gibt es noch zehn Kriterien, die die Gemeinde Quynh Minh noch nicht erfüllen kann. Das Prokopfeinkommen in der Gemeinde erreicht nur den Durchschnitt des Kreises. Der Anteil der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung ist noch hoch, nämlich  fast 40 Prozent. Auf Grund der kleinen Felder ist es schwer möglich, Maschinen in der landwirtschaftlichen Produktion einzusetzen. 86 Prozent der Familien in Quynh Minh besitzen zwei bis vier kleine Felder in verschiedenen Orten. Ziel sollte sein, die Felder so untereinander zu tauschen, dass ein Zusammenschluss zu einem großen Feld möglich wird, um landwirtschaftliche Maschinen nutzen zu können. Dazu Pham Van Vi aus der Verwaltung der Genossenschaft:

„Die Genossenschaft hat nur zwei Erntemaschinen und zwei Traktoren. Das ist nicht genug und kann nur zehn Prozent des Bedarfs der Bauern decken. Außerdem ist das Fahrbahnsystem auf den Feldern noch nicht fertig gestellt und man kann schwer mit Traktoren fahren. Die Genossenschaft bemüht sich, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um landwirtschaftliche Produkte der Bauern zu kaufen. Noch interessieren sich zu wenig Unternehmen dafür.“

Laut Nguyen Quang Lam, Vizevorsitzender des Volkskomitees in Quynh Minh, fehlt es an Investitionsgelder. Deshalb kann die Gemeinde die zehn Kriterien noch nicht erfüllen, bei denen es um Infrastruktur geht. Die Gemeinde wolle dafür zum Teil Kapital von Bewohnern mobilisieren, so Lam.

„Die restlichen Kriterien sind schwer zu erreichen, denn dafür brauchen wir viel Geld. Wenn wir die Straßen erweitern, müssen die Bewohner umziehen. Wir haben aber kein Geld, um sie zu entschädigen. Wir versuchen sie zu überzeugen, freiwillig ihren Boden zu spenden.“

Die Veränderungen in Quynh Minh stoßen bei den Einwohnern auf große Akzeptanz. Dennoch  bleibt viel zu tun, um 2013 alle 19 neuen Kriterien für ländliche Gebiete zu erfüllen. Wichtig ist, dass Behörden und Bewohner gemeinsam die Schwierigkeiten angehen, um diese schrittweise zu lösen.

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