Neue Betonstraßen in den Dörfern, Stromanschlüsse in jedem Haus und ausgedehnte Heilpflanzenfelder unter den Wäldern zeugen vom Wandel in der Gemeinde Thu Lum, die lange von Armut und schwierigen Lebensbedingungen geprägt war. Dazu Chu Nhu Ca, Bewohner des Dorfes Me Giong:

„Das Leben und das Bewusstsein der Bewohner haben sich deutlich verbessert. Seit der Verwaltungsreform wird die wirtschaftliche und soziale Entwicklung stärker gefördert. Straßen, Strom, Schulen und Gesundheitsstationen sind heute wesentlich besser ausgebaut.“

Die neue Gemeinde Thu Lum entstand aus dem Zusammenschluss der früheren Gemeinden Ka Lang und Thu Lum. Bis 2030 soll sie sich zu einer überdurchschnittlich entwickelten Gemeinde der Provinz Lai Chau entwickeln. Dafür setzt sie auf Heilpflanzen wie Schwarzen Kardamom, Amomum, Lai-Chau-Ginseng und Zimt sowie auf Viehzucht und gemeindebasierten Tourismus. Po Go Tu, Parteisekretär des Dorfes Me Giong, sagt dazu:
„Wir setzen die Beschlüsse der Gemeinde konsequent um und informieren die Parteimitglieder und die Bevölkerung darüber. Angebaut werden vor allem Heilpflanzen, die für die örtlichen Bedingungen geeignet sind.“

Mit einer Waldfläche von über 82 Prozent baut Thu Lum derzeit großflächige Anbaugebiete für Heilpflanzen auf. Besonders in höher gelegenen Regionen wird der Anbau von Lai-Chau-Ginseng ausgeweitet, um Einkommen zu steigern und zugleich die Wälder zu schützen. Dazu Ly Chuy Hu, stellvertretender Vorsitzender des Volkskomitees der Gemeinde Thu Lum:
„Wir fördern Gnossenschaften für den Heilpflanzenanbau, gewinnen Investoren und schließen Abnahmeverträge ab. Der Anbau von Heilpflanzen unter dem Walddach ist unsere langfristige Entwicklungsstrategie. So können wir die Wälder nachhaltig nutzen, das Einkommen der Bevölkerung erhöhen und die wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft sichern.“

Aus einer armen Grenzgemeinde ist Thu Lum heute zu einem Symbol des Wandels geworden. Verbesserte Infrastruktur und nachhaltige Wirtschaftsmodelle schaffen neue Perspektiven und stärken die Entwicklung der Grenzregion.