Im Mai 1945 wurde im Kampfgebiet Van die Au-Co-Guerillatruppe ins Leben gerufen. Dies ist einer der wichtigen Meilensteine der revolutionären Bewegung in Yen Bai. Einen Monat später wurde das interprovinzielle Parteikomitee Yen Bai – Phu Tho gegründet. Am 7. Mai 1945 entstand das Administrative Widerstandskomitee der Provinz Yen Bai, das den Aufstand erfolgreich angeführt hat.
Mehr als acht Jahrzehnte sind vergangen, doch die mit den historischen Ereignissen des Kampfgebiets Van verbundenen Stätten sind noch erhalten, darunter der Hauskomplex von Tran Dinh Khanh, das Gemeindehaus Van, der Kapokbaum, der Teufelsbaum, die Fledermaushöhle und das Gemeindehaus Doc. Sie sind nicht nur historische Gedenkstätten, sondern auch Ziele für Reisen zu den Wurzeln der Geschichte, die der heutigen Generation helfen, die Geschichte und das Opfer der Gefallenen besser zu verstehen. Dazu Besucherin Vu Huong Giang aus dem Wohnviertel Yen Bai in der Provinz Lao Cai:
„Jeder Ort, jeder Baum und jeder Gegenstand ist mit einem Ereignis und einer Geschichte über die langwierigen, aber standhaften und ruhmreichen Tage der Vorgänger im Kampfgebiets Van verbunden. Beim Besuch haben wir gemerkt, dass die historischen Stätten und Relikte jener Zeit von der Behörde und den Bewohnern gut erhalten und gepflegt werden. Dadurch können Besucher eine der stolzesten Epochen vor 80 Jahren erfahren.“
Die Volksgruppen der Kinh – der Mehrheit der Vietnamesen – und der Tay in Viet Hong engagieren sich derzeit für die Produktion. Dabei haben sie die Arbeitsmethode stets geändert und nach Orientierungen zur wirtschaftlichen Entwicklung entsprechend den lokalen Vorteilen gesucht. Dazu zählen unter anderem die Zucht von Stören, Grünkopfenten, Wasserbüffeln und der Anbau von Bat-Do-Bambussprossen und Heilkräutern sowie das Betreiben vom gemeinschaftsbasierten Tourismus, die hohe wirtschaftliche Erträge bringen. Einige Modelle erzielen einen Jahresumsatz von umgerechnet mehr als 20.000 Euro, gibt Nguyen Van Thoi aus dem Dorf Ban Na in der Gemeinde Viet Hong bekannt:
„Im Dorf Ban Na leben die Bewohner überwiegend vom Waldbau, der ihnen ein hohes Einkommen bringt. Diesen Beruf werden sie in den nächsten Jahren weiter betreiben, vor allem die Erweiterung des Anbau von Bat-Do-Bambussprossen.“
Im Juli 2025 wurde die Gemeinde Viet Hong von der Zusammenlegung der drei Gemeinden Viet Hong, Viet Cuong und Van Hoi gegründet. Nun befindet sie sich auf einer Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern und hat eine Einwohnerzahl von über 10.800.
Bemerkenswerterweise hat die Gemeinde einen Beschluss und ein Projekt zur Entwicklung von Tourismus im Zeitraum 2025-2030 und mit einer Vision bis 2045 erstellt. Demnach setzt sie sich zum Ziel, über 26.000 Besucher anzuziehen und einen Gewinn in Höhe von umgerechnet zirka 700.000 Euro vom Tourismus zu bekommen. Auch die Planung der industriellen Infrastruktur wurde geachtet. Zwei Industrieparks mit einer Fläche von 500 Hektar wurden errichtet. Derzeit liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen pro Jahr bei umgerechnet mehr als 2.000 Euro, das im Jahr 2030 auf 2.300 Euro erhöht werden soll. Auch die Anbaufläche von Bat-Do-Bambussprossen sollte bis 2030 auf 500 Hektar ausgeweitet werden, teilt der Vorsitzende des Volkskomitees der Gemeinde Viet Hong, Nguyen Tien Chien, mit:
„Bei der Forstwirtschaft stellen wir derzeit einige ertragsschwache Nutzpflanzen auf den Anbau von Bat-Do-Bambussprossen um. Dies steigert den wirtschaftlichen Wert der Wälder und erhöht das Einkommen der Bewohner. Zudem investieren wir weiterhin in den Neubau sowie in den Ausbau einer einheitlichen wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur, um günstige Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Bewohner zu schaffen.“
Das Kampfgebiet Van hat die erbitterten Jahre der Geschichte durchlebt. Die historischen Zeitzeugnisse sind nach wie vor erhalten und erinnern an eine Generation, die ihren Beitrag zum Unabhängigkeitsherbst geleistet hat.
Heute wird auf diesem Gelände, das damals ein revolutionäres Stützpunktgebiet war, ein neues Kapitel eröffnet. Durch die Stärkung der nationalen Solidarität, die Erneuerung des Denkens und die Förderung von Potentialen und Vorteilen strebt die Gemeinde Viet Hong, bis 2030 die Kriterien der Neugestaltung ländlicher Räume zu erfüllen und den Glücksindex der Bewohner auf 78 Prozent zu steigern.
