Der Gesang eines Gastes auf der Tour „Grünes Kap am Tag, legendäres U Minh bei Nacht“ erklingt inmitten des Melaleuca-Waldes U Minh Ha. Auf diesem zweitägigen Ausflug tauchen die Gäste in der Natur ein und nehmen an traditionellen Aktivitäten teil, wie beispielsweise Honigsammeln, Fischfang und den Genuss der südvietnamesischen Küche. Am Ende der Reise zeigen sich alle begeistert:
„Ich finde, diese Tour ist sehr sorgfältig und professionell organisiert.“
„Der Melaleuca-Wald ist wunderschön. Das Essen ist köstlich und die Menschen in Ca Mau sind sehr freundlich.“
„Auf der Tour konnte ich nachts im Nationalpark U Minh Ha Tiere beobachten. Tagsüber konnten wir den Alltag der Einheimischen hautnah miterleben. Diese Tour hat dem vietnamesischen Tourismus einen exzellenten Ruf eingebracht.“
Diese Tour ist nur eine von vielen Angeboten zur Ankurbelung des Tourismus in der Provinz Ca Mau und im gesamten Mekong-Delta. Während der Feiertage zum Nationalfeiertag am 2. September verzeichnete die Tourismusbranche in dieser Region ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Spitzenreiter war die Provinz An Giang mit über 580.000 Besuchern, gefolgt von der Stadt Can Tho mit mehr als 353.000 und der Provinz Ca Mau mit über 210.000.
Um diese Erfolge zu erzielen, haben die Provinzen ihre Angebote erneuert: Statt nur auf vorhandene Ressourcen zu setzen, werden nun Erlebnisse angeboten. Der Schwimmende Markt Cai Rang in Can Tho ist längst nicht mehr nur ein Ort zur Besichtigung, sondern wird mit der Kultur-, Sport- und Kochkunst-Woche verknüpft, um die Aufenthaltsdauer der Gäste zu verlängern. Unterdessen nutzt die Provinz Dong Thap die Hochwassersaison, um den gemeindebasierten Tourismus zu entwickeln. Dazu Nguyen Thi Kim Yen, stellvertretende Vorsitzende des Volkskomitees des Wohnviertels Hong Ngu in der Provinz Dong Thap:
„Die Gäste lieben die Atmosphäre der Hochwassersaison und das ländliche Leben an der Grenze. Wir wollen das Gebiet Hong Ngu zu einem Reiseziel ausbauen, das auf lokaler Flusskultur basiert und mit der Grenzregion verbunden ist.“
Auch die Provinz Vinh Long bietet eine neue Flusskreuzfahrt-Route auf dem Mekong, die Touristen aus Kambodscha oder Ho-Chi-Minh-Stadt direkt nach Vinh Long bringt. Dazu Nguyen Thi Ngoc Dung, stellvertretende Direktorin der Behörde für Kultur, Sport und Tourismus von Vinh Long.
„Unser Slogan lautet: Ein sicheres, freundliches und hochwertiges Reiseziel. Wir fokussieren uns derzeit auf den Flusstourismus und achten dabei strikt darauf, die Umwelt, die Landschaft sowie die gastfreundliche Gemeinschaftskultur der Menschen hier zu bewahren.“
Um den Bedarf von Gästen zu decken, fördern Reiseveranstalter erlebnisorientierte Kurztrips. Tran Huu Hiep, stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbands des Mekong-Deltas ist der Meinung:
„Bemerkenswert sind nicht nur die Wachstumszahlen, sondern auch das Umdenken im Tourismus. Statt bestehende Ressourcen zu nutzen, werden Erlebnis- , Kultur- und Sportaktivitäten angeboten. Viele Reise- und Beherbergungsunternehmen haben attraktive Sonderangebote entwickelt. Damit steigt die Zahl der Übernachtungen stärker als die der reinen Ausflugsgäste.“
Für die Provinzen im Mekong-Delta sind die jüngsten Erfolge jedoch nur der Anfang. Sie arbeiten weiter intensiv daran, infrastrukturelle Engpässe zu beseitigen, neue Tourismusangebote zu entwickeln und eine starke regionale Tourismusmarke zu etablieren. Insbesondere streben sie eine ganzjährig nachhaltige Tourismusentwicklung an, damit sich das Delta dauerhaft vom reinen „Zwischenstopp“ zum „Reiseziel“ wandelt.
