Was macht man mit Einwegplastik, nachdem man es benutzt hat? Wirft man es einfach in die Umwelt oder verarbeitet man es zu nützlichen Dingen für die Erde?
„Ich möchte auch Einwegartikel und Mehrwegartikel sortieren. Aber manchmal bin ich in Eile und werfe einfach alles in den Mülleimer.“
„Statt Plastikmüll wegzuwerfen, sollen wiederverwendete Materialien aufbewahrt und gegen Pflanzen oder Geschenke aus umweltfreundlichen Materialien eingetauscht werden.“ Das ist die Botschaft vom Recycling Hub „Ecohouse“, die von Tuong Anh aus Hanoi gegründet wurde. Mit diesem Projekt wollte sie kleine Aktionen in grüne Gewohnheiten in der Community verwandeln, sagt Tuong Anh:
„Ich will einen umweltfreundlichen Lebensstil verbreiten und Plastikmüll reduzieren. Aus diesem Wunsch wurde ein „Recycling Hub“ gebildet. Es ist toll, Dinge zu sammeln, die man wegwerfen würde und sie gegen praktische Geschenke eintauschen kann, besonders gegen bedeutende Geschenke wie Kräuter oder Setzlinge.“
Seit der Einführung des Programms zum Eintausch von Müll gegen Pflanzen oder Geschenke hat Hang Nga ihre Gewohnheiten geändert. Anstatt alle ungenutzten Gegenstände als Müll zu behandeln und wegzuwerfen, sortiere und sammele sie nun Dinge, die gegen Pflanzen eingetauscht werden können, sagt Hang Nga:
„Plastikmüll braucht sehr lange, um sich zu zersetzen. Ich habe im Internet nach Lösungen gesucht und herausgefunden, dass es Möglichkeiten zum Recycling, Wiederverwendung und Herstellung von Produkten aus wiederverwendbaren Materialien gibt. Deshalb bin ich hier. Diese Aktion finde ich sehr nützlich.“
Beim Müllentsorgungsprogramm „Green“, die von Le Thi Phuong Thao gegründet wurde, kann man Müll gegen entsprechende „grüne Bonuspunkte“ erhalten. Diese Punkte können gegen Pflanzen, Saatgut oder recycelte Artikel eingetauscht werden. Mit dieser Betriebsmethode hat „Green“ nach sechs Jahren Betrieb mehr als fünf Tonnen Hausmüll gesammelt und verarbeitet. Die Bewohnerin Nguyen Ha unterstützt das „Green“-Programm:
„Ich habe etwa 700 Stahlkugeln gegen Pflanzen eingetauscht. Diese Aktivitäten sind sehr sinnvoll, weil sie helfen, Stahlkugeln zu sammeln, die Wasserverschmutzung zu verhindern und die Umwelt zu schützen. Mir gefällt diese Aktion sehr.“
Auch viele junge Menschen engagieren sich für Abfallrecycling und Umweltschutz mit Kenntnissen, die sie an Schulen gewonnen haben. Eine Gruppe von Studierenden der Internationalen Schule der Nationaluniversität Hanoi hat ein Projekt zur Entwicklung eines bioorganischen Batteriemodells mit Kaffeesatz. Dazu das Projektmitglied Nguyen Minh Trang:
„In Japan untersucht man die Erzeugung von grüner Energie aus Matcha-Teesatz. Deshalb glauben wir, dass wir Batterien aus Kaffeesatz gewinnen können.“
Dieses Projekt hat den ersten Preis beim Wettbewerb „Innovatives Startup 2025“ gewonnen und damit neue Wege für innovative Initiativen vietnamesischer Studierenden eröffnet. Neben der Arbeit im Labor hat das Projektteam Schüler auch beim Sortieren von Kaffeesatz und beim Experimentieren mit der Stromerzeugung angeleitet. Dadurch hat es dazu beigetragen, das Bewusstsein über Umweltschutz zu verbessern, die Kreativität und die Verantwortung der jungen Vietnamesen zu fördern.
