(VOVWORLD) - „Tausend Jahre von Senh und Phach“ ist ein Film der Regisseurin Le Viet Huong. Das ist bisher der einzige Kunstdokumentarfilm über den Ca-Tru-Gesang. Er erzählt nicht nur die Geschichte über die Höhen und Tiefen des Ca-Tru-Gesangs in der Vergangenheit, sondern zeichnet auch ein Panorama dieses Gesangs in der Gegenwart, der erhalten und weiterentwickelt werden soll.
Regisseurin Le Viet Huong des Kunstdokumentarfilms „Tausend Jahre von Senh und Phach“. |
„Nach seiner Rückkehr nach Vietnam hat Professor Tran Van Khe Frau Quach Thi Ho getroffen, ihre Musik aufgenommen und sie dem Internationalen Musikrat vorgestellt. Gleich nachdem Ca Tru als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde, wurde er wiederbelebt. Aber dann waren viele Ca-Tru-Künstler schon sehr alt. Ich hoffe, dass die ganze Gesellschaft diese wertvolle Kunstart gemeinsam bewahren, die unsere Vorfahren uns hinterlassen haben.“
Das ist eine Botschaft der Künstlerin des Volkes und Regisseurin Le Viet Huong bei der Produktion des Kunstdokumentarfilms „Tausend Jahre von Senh und Phach“. Senh und Phach sind Schlaginstrumente, die bei der Darbietung des Ca-Tru-Gesangs gespielt werden. Der Film gilt als eine Reise zur Entdeckung der Geschichte und Werte von Ca Tru. Der 70-minütige Film bietet den Zuschauern eine Reise durch die Höhen und Tiefen von Ca Tru, von der Goldenen Zeit über die Phase der Vergessenheit bis hin zur Bemühung um die Wiederbelebung.
Im Film wurden die Aufführungen des Ca-Tru-Gesangs in alten Räumen wie Gemeindehaus, Tempel oder in damaligen Lokalen mit Musikaufführung nachgebildet. |
Im Film wurden die Aufführungen des Ca-Tru-Gesangs in alten Räumen wie Gemeindehaus, Tempel oder in damaligen Lokalen mit Musikaufführung nachgebildet. Der Gesang gemeinsam mit den Klängen der Drei-Saiten-Zither, des Phach-Schlaginstruments und der Trommel bildet einen tiefgründigen und antiken Kunstraum. Dazu Regisseurin Le Viet Huong
„Damit sich junge Menschen für die Ca-Tru-Kunst begeistern, will ich sie interessant gestalten. Ich habe eine Aufführung Anfang des 20. Jahrhunderts inszeniert, in der zwei Sängerinnen den Gesang live interpretiert haben. Dies war keine Inszenierung. Ich habe nur die Zuschauer, die Mandarinen und Gelehrte der alten Zeit nachgebildet, deren Begeisterung als Höhepunkt der Aufführung war.“
Der Film „Tausend Jahre von Senh und Phach“ vermittelt eine tiefgründige Botschaft über den Wert des Kulturerbes. |
Durch die Geschichte der Ca-Tru-Sängerinnen Quach Thi Ho, Le Thi Lieu und Bach Van sowie des Musikers Nguyen Phu De im Film kann man das Leben und den Enthusiasmus der Menschen verstehen, die ihr ganzes Leben der Bewahrung und der traditionellen Kunstart widmen. Die Direktorin des Zentrums für Bewahrung und Entwicklung traditioneller Künste Mai Tuyet Hoa sagt:
„Im Film wurde der Ca Tru in verschiedenen Raum- und Zeitdimensionen dargestellt. Dass Ca Tru in einen multikulturellen Raum gestellt wurde, zeigt die Regisseurin in einer interessanten Erzählung das Schicksal von Ca Tru. Ich engagiere mich für den Erhalt des Kulturerbes, aber ich kann nicht alles erfassen. Durch diesen Film habe ich das Gefühl, alles zu erleben, was unsere Vorfahren erlebt haben.“
Mit gewissenhaften Investitionen in Inhalt, Bildern und Tönen habe der Film einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung, Vorstellung und Verbreitung der Werte des Ca-Tru-Gesangs geleistet, sagt Regisseur Nguyen Khac Hai Ha:
„Das ist nicht einfach ein Musikfilm, sondern ein historischer Film mit kultureller Tiefe. Der Film ist eine Kombination von Musik, historischen Dokumenten, Interviews und Kritiken zahlreicher Wissenschaftler. Ich glaube, es ist ein seltenes Filmgenre. Der Film ist wirklich interessant und sehenswert.“
Die Reise der Künstler und derjenigen, die sich leidenschaftlich für Ca Tru engagieren, hat bewiesen, dass traditionelle Werte trotz aller Höhen und Tiefen der Zeit wiederbelebt werden können, wenn sie geschätzt und bewahrt werden.