Das sagte der vietnamesische Botschafter in den USA, Nguyen Quoc Dung, in einem Interview mit dem Korrespondenten des Radiosenders „Die Stimme Vietnams“. Laut dem Botschafter Nguyen Quoc Dung haben die USA Vietnam bis zum Ende des Haushaltsjahres 2025 im Rahmen der Absichtserklärung zur Initiative für die Suche nach im Krieg vermissten vietnamesischen Soldaten (VWAI), die 2021 von den beiden Verteidigungsministerien unterzeichnet wurde, 46 Fallakten übergeben. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 stellte die Texas Tech University Vietnam 600 Dokumentenseiten und 50 Fallakten zur Verfügung, um bei der Suche nach gefallenen Soldaten zu helfen. Diese Dokumentationen wurden aus mehr als 200 digitalisierten Akten zu 1.500 vietnamesischen Soldaten aus US-Archivbeständen ausgewählt, aufbereitet und analysiert. Die USA hätten zudem mehr als 40 Gegenstände aus der Zeit des Krieges an Vietnam zurückgegeben. Diese Ergebnisse verdeutlichen nachdrücklich den Geist, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und den Blick auf die Zukunft zu richten. Der Botschafter betonte, dass sich die vietnamesische Botschaft in den USA im Rahmen der 500-Tage-Kampagne darauf konzentriert, mit US-Politikern sowie Archive, Universitäten, Veteranenverbänden und Unternehmen in Kontakt zu treten, um Informationsquellen zu erweitern, Technologien einzusetzen und eine substanzielle Zusammenarbeit zu fördern. Gleichzeitig dränge die Botschaft die USA, auch im Zeitraum 2025–2030 vorrangige Ressourcen für die Suche nach vermissten vietnamesischen Soldaten weiterhin bereitzustellen, hieß es.