Premierminister Pham Minh Chinh bei Einweihung der ersten Flüssigerdgas-Kraftwerke in Vietnam.

Dabei handelt es sich um die ersten Projekte in Vietnam, die mit importiertem Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden. Der Kraftwerkskomplex hat eine wegweisende Bedeutung für den Fahrplan, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2050 zu verwirklichen.

In seiner Rede betonte Premierminister Pham Minh Chinh, dass das erste LNG-Kraftwerk Vietnams einen wichtigen Meilenstein beim Aufbau eines flexiblen, sauberen, stabilen und modernen nationalen Energiesystems darstelle. Dieses Ereignis markiere zugleich einen grundlegenden Wandel Vietnams in Denken, Entwicklungsmodell und Ausrichtung hin zu grünen, nachhaltigen und modernen Energiequellen. Durch den Einsatz von Flüssigerdgas könnten die CO₂-Emissionen im Vergleich zur Stromerzeugung aus Kohlen um rund 40 Prozent und aus Erdöl um etwa 30 Prozent reduziert werden.

Der Premierminister bekräftigte, dass der Erfolg der beiden Kraftwerke ein starker Impuls und eine wichtige Grundlage sei, damit Vietnam in der kommenden Zeit weitere zentrale nationale Energieinfrastrukturprojekte umsetzen könne.

Die Kraftwerke Nhon Trach Nr. 3 und Nr. 4 werden vom Nationalen Industrie- und Energiekonzern Vietnams (Petrovietnam) als Investor realisiert. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 1,4 Milliarden US-Dollar.

Das Projekt wird nach modernen technologischen Standards umgesetzt und nutzt Gasturbinen der Generation 9HA.02 des US-amerikanischen Konzerns GE. Mit einer Gesamtleistung von etwa 1.624 Megawatt sollen die beiden Kraftwerke künftig jährlich mehr als 9 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz einspeisen.