Bei Gesprächen mit dem Vizepräsidenten des Bundestags, Bodo Ramelow, schlug die vietnamesische Vize-Parlamentspräsidentin vor, dass beide Seiten das politische Vertrauen weiter stärken und die Rolle ihrer jeweiligen Parlamente bei der Förderung und Überwachung der Umsetzung der zwischen den beiden Ländern geschlossenen Abkommen fördern sollten. Sie äußerte den Wunsch, dass beide Seiten das EU-Vietnam-Freihandelsabkommen (EVFTA) sowie die bestehenden Kooperationsrahmen weiterhin wirksam nutzen würden. Zudem rief sie deutsche Unternehmen dazu auf, ihre Investitionen in Vietnam auszuweiten, insbesondere in den Bereichen Hochtechnologie, digitale Transformation, grüner Wandel, erneuerbare Energien und Infrastruktur. Vize-Pảlamentspräsidentin, Nguyen Thi Thanh, brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass Deutschland die verbleibenden EU-Mitgliedstaaten drängen werde, die Ratifizierung des EU-Vietnam-Investitionsschutzabkommens (EVIPA) bald abzuschließen und die Europäische Kommission bei der baldigen Aufhebung der Gelben Karte gegen vietnamesische Meeresfrüchte zu unterstützen.
Der Vizepräsidentpräsident des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow, seinerseits merkte an, dass beide Seiten über sich ergänzende Stärken und erheblichen Spielraum für eine Zusammenarbeit verfügten, insbesondere in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Berufsausbildung und Gesundheitswesen. Er bekundete den Wunsch, das politische Vertrauen und die parlamentarische Zusammenarbeit weiter zu fördern sowie die Verbindungen zwischen Fachbehörden, Kommunen, Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen beider Länder zu stärken.
