Dass KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam eingeladen wurde, die Grundsatzrede auf dem Shangri-La-Dialog zu halten, zeige den chinesischen Medien zufolge die Anerkennung der internationalen Gemeinschaft für die wachsende Rolle und Position Vietnams. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hob insbesondere die Inhalte über die zentrale Rolle der südostasiatischen Staatengruppe ASEAN hervor. Darin bekräftigte Partei- und Staatschef Vietnams, dass ASEAN weiterhin „als eine Struktur des Dialogs und des Gleichgewichts“ fungiere.
Die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam in seiner wichtigen Rede auf dem Shangri-La-Dialog nicht nur drei große Krisen aufzeigte, mit denen die Welt derzeit konfrontiert sei. Er sandte auch eine Botschaft aus, die zur Stärkung des Völkerrechts, zur Förderung nachhaltiger Wachstumsimpulse und zum Aufbau transparenter Dialoge zur Konfliktprävention aufruft.
Die japanische Zeitung Nikkei stellte wiederum fest, dass die Rede Vietnams Ansatz angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen klar skizziert habe. Vietnam halte beharrlich an einer unabhängigen, eigenständigen und ausgewogenen Außenpolitik fest. Zugleich bekräftige es die friedliche Beilegung aller Streitigkeiten auf der Grundlage des Völkerrechts, insbesondere des UN-Seerechtsübereinkommens von 1982.
Der US-Sender CNBC konzentrierte sich auf die Botschaft des „verantwortungsvollen Engagements“ der Großmächte gegenüber dem asiatisch-pazifischen Raum. Laut CNBC betonte KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam, dass Wettbewerb unvermeidlich sei, dieser jedoch in einen rechtlichen Rahmen eingebettet, transparent und von Zurückhaltung geprägt sein müsse, um langfristigen Frieden und Stabilität zu gewährleisten.
