(VOVWORLD) - Am Samstag hat US-Präsident Donald Trump auf einer Pressekonferenz in Florida den Beginn einer militärischen Operation der Vereinigten Staaten in Venezuela erklärt.
US-Präsident Trump auf der Pressekonferenz am 3.1.2026. (Archivbild: REUTERS/Jonathan Ernst) |
Er teilte mit, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau festgenommen worden seien und sich derzeit auf dem Weg nach New York befänden. Nach Angaben Trumps sollen Maduro und seine Frau in den USA wegen strafrechtlicher Vorwürfe vor Gericht gestellt werden.
Der US-Präsident erklärte zudem, die Vereinigten Staaten würden Venezuela so lange verwalten, bis ein Übergangsprozess umgesetzt sei, den Washington als sicher und angemessen bezeichne. Gleichzeitig kündigte die US-Regierung an, amerikanischen Öl- und Gaskonzernen umfangreiche Investitionen in Venezuela zu ermöglichen.
Die venezolanische Regierung verurteilte das Vorgehen der USA scharf und sprach von einem schweren militärischen Angriff auf das Territorium und die Bevölkerung des Landes. Das Vorgehen verstoße gegen die UN-Charta und stelle eine Bedrohung für Frieden und Stabilität in Lateinamerika und der Karibik dar. Ziel der Operation sei die Aneignung strategischer Ressourcen Venezuelas, insbesondere der Erdölvorkommen.
Am selben Tag gingen Tausende Menschen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas auf die Straße, um ihre Unterstützung für Präsident Maduro zum Ausdruck zu bringen und seine sofortige Freilassung zu fordern.
Auch in den USA kam es in mehreren Bundesstaaten und Städten zu Protesten gegen den militärischen Einsatz der USA in Venezuela. Hunderte Demonstranten versammelten sich vor dem Weißen Haus in Washington D.C. und schwenkten venezolanische Flaggen. Sie forderten die US-Regierung auf, ihre Einmischung in Lateinamerika zu beenden.
UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, ungeachtet der Lage in Venezuela schaffe das Vorgehen der USA einen gefährlichen Präzedenzfall. Er betonte erneut die Bedeutung der uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts, einschließlich der UN-Charta. Eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage in Venezuela ist für den 5. Januar geplant.
Auf der Plattform X erklärte der brasilianische Präsident Lula da Silva, die militärische Aktion der USA stelle eine schwere Verletzung der Souveränität Venezuelas dar und sei ein äußerst gefährlicher Präzedenzfall für die internationale Gemeinschaft.
Das mexikanische Außenministerium sprach sich gegen die von den USA durchgeführten militärischen Handlungen gegen Ziele auf venezolanischem Territorium aus und erklärte, diese verstießen eindeutig gegen Artikel 2 der UN-Charta.
Der dänische Außenminister Rasmussen betonte, dass das Völkerrecht uneingeschränkt respektiert werden müsse.
Auch das russische Außenministerium verurteilte das Vorgehen scharf und bezeichnete es als „bewaffnete Aggression“ der USA gegen Venezuela – eine Entwicklung, die Moskau als „äußerst besorgniserregend und inakzeptabel“ einstufte.
Mehrere britische Abgeordnete forderten am 3. Januar (Ortszeit) die britische Regierung auf, das rechtswidrige Vorgehen gegen einen souveränen Staat zu verurteilen.
In einer Erklärung verurteilte das chinesische Außenministerium den Einsatz militärischer Gewalt der USA gegen einen souveränen Staat wie Venezuela und dessen Präsidenten aufs Schärfste. Das Vorgehen verstoße gegen das Völkerrecht, verletze die Souveränität Venezuelas und bedrohe Frieden und Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik.