Ziel ist es, Informationen über Massengräber sowie Bestattungsorte von vietnamesischen Soldaten im Krieg zu erlangen. Diese Informationen gab der vietnamesische Botschafter in den USA, Nguyen Quoc Dung, bei einem Dialog in Washington zur Bewältigung von Kriegsfolgen in Vietnam, Laos und Kambodscha bekannt. Dem Botschafter zufolge mobilisiert Vietnam derzeit erhebliche Ressourcen für die 500-Tage-Kampagne zur Suche und Bergung sterblicher Überreste gefallener Soldaten. Ziel sei es, die Überreste von etwa 7.000 gefallenen Soldaten zu finden und zu bergen, den Identifizierungsprozess mithilfe von DNA-Datenbank ihrer Angehörigen zu beschleunigen sowie Blindgänger von ehemaligen Schlachtfeldern zu entfernen. Im Rahmen der Kampagne seien bislang mehr als 18.000 Hektar Land von Blindgängern geräumt worden. Mehr als 3.600 Überreste gefallener Soldaten seien geborgen worden. Über 122.000 biologische Proben für die Identifizierung seien gesammelt worden.
Botschafter Nguyen Quoc Dung erklärte, dass vietnamesische Experten in naher Zukunft in Zusammenarbeit mit der Texas Tech University erneut die Einrichtung des US-Nationalarchiv (NARA) in Maryland aufsuchen werden, um die Untersuchung von Dokumenten aus der Kriegszeit fortzusetzen, die möglicherweise nützliche Informationen für die Suche nach vermissten vietnamesischen Soldaten enthalten könnten. Der Botschafter fügte hinzu, dass Vietnam und die USA neue Kooperationsabkommen unterzeichnet hätten. Dementsprechend werden die USA weitere 130 Millionen US-Dollar für das Dioxin-Sanierungsprojekt auf dem Luftwaffenstützpunkt Bien Hoa bereitstellen, wodurch sich die Gesamtsumme der nicht zurückzuzahlenden Hilfsgelder auf rund 430 Millionen US-Dollar beläuft. Eine weitere Vereinbarung mit einem Volumen von rund 91 Millionen US-Dollar ziele darauf ab, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in vorrangigen Gebieten zu verbessern. Die Umsetzung erfolge zunächst in Ca Mau und Quang Ngai.
