Nach Ansicht von Partei- und Staatschef To Lam befindet sich die vietnamesische Presse in einer neuen Entwicklungsphase. Der digitale Raum sei zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens geworden. Neue Technologien ermöglichten mehr Nähe zum Publikum und schnellere Rückmeldungen, zugleich bringe das Internet aber auch große Herausforderungen mit sich.
To Lam betonte, dass die Presse ihre frühere nahezu monopolartige Stellung als Nachrichtenquelle verloren habe. Gerade angesichts der Informationsflut werde jedoch der Bedarf an glaubwürdigen Medien größer, die verlässliche Informationen von ungeprüften oder gezielt manipulierten Inhalten unterscheiden. Dies erfordere Professionalität, journalistische Sorgfalt und Standhaftigkeit gegenüber äußerem Druck.
Der KPV-Generalsekretär fordert deshalb, die digitale Transformation der Presse als umfassende Erneuerung zu verstehen – von Führung und Redaktionsmodellen über Produktionsabläufe und Datenmanagement bis hin zur Verbreitung von Inhalten, Publikumsanalyse, Medienwirtschaft und journalistischer Ethik.
Nach seiner Auffassung muss die revolutionäre Presse Vietnams im digitalen Zeitalter politische Standfestigkeit mit technologischem Know-how, revolutionäre Ideale mit Innovationsgeist sowie nationale Verantwortung mit internationaler Integration verbinden. Die digitale Transformation müsse in jeder Redaktion, jedem Prüfprozess und jedem journalistischen Produkt konkret umgesetzt werden.
