Die Abgeordneten schlugen vor, den Schwerpunkt der Verwaltung der Entsendung von Arbeitskräften ins Ausland auf die Entwicklung nationaler Humanressourcen zu verlagern, und zwar durch eine aktive Beteiligung Vietnams am internationalen Arbeitsmarkt. Insbesondere sollten vietnamesische Vertragsarbeitnehmer im Ausland als Bestandteil der nationalen Strategie zur Entwicklung der Humanressourcen betrachtet werden. Gleichzeitig ist ein Mechanismus erforderlich, um Arbeitskräfte, die nach Ablauf ihrer Verträge in ihre Heimat zurückkehren, wirksam zu nutzen. Dazu der Abgeordneter Nguyen Ngoc Son aus Hai Phong:
„Es besteht ein erheblicher Einkommensunterschied in Abhängigkeit vom Qualifikationsniveau. So liegt der durchschnittliche Monatslohn im Jahr 2025 in Japan und Taiwan (China) bei rund 1.300 US-Dollar und in Südkorea bei 1.600 US-Dollar, während Arbeitskräfte in Deutschland und Dänemark Einkommen zwischen 2.900 und 4.000 US-Dollar pro Monat erzielen. Das bedeutet: Wenn derselbe Arbeitnehmer seine Qualifikationen verbessert und auf einem Markt mit höherer Nachfrage tätig ist, steigt der geschaffene Wert auf das Zwei- bis Dreifache, ohne dass die Gesamtzahl der ins Ausland entsandten Arbeitskräfte erhöht werden muss. Daher schlage ich vor, im Gesetzesentwurf Bestimmungen für besondere Mechanismen, die Förderung der beruflichen und fremdsprachlichen Weiterbildung sowie Vorzugskredite für Arbeitskräfte aus Gebieten mit ethnischen Minderheiten aufzunehmen. Zudem ist es erforderlich, im Ausland erworbene berufliche Kompetenzen in einer Datenbank zu erfassen und Mechanismen zur Anerkennung und Bewertung der Kompetenzen von Arbeitnehmern bei deren Rückkehr zu etablieren.“

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 entsandte Vietnam mehr als 66.000 Vertragsarbeitnehmer ins Ausland.