Die Epidemie im Kongo breite sich mit Rekordgeschwindigkeit aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit drohe sie, den Ebola-Ausbruch in Westafrika von 2014 bis 2016 in den Schatten zu stellen, warnte er bei einer Pressekonferenz in Genf.
Angesichts der komplizierten Situation wurden die Anstrengungen in der Impfstoffforschung beschleunigt. Zum ersten Mal sind zwei Impfstoffe, die speziell zur Bekämpfung des Bundibugyo-Virusstamms entwickelt wurden, in Phase 1 der Sicherheitsstudien am Menschen eingetreten. Gleichzeitig zeigen Tierstudien zu Impfstoffen gegen den Zaire-Virusstamm vielversprechende Anzeichen für einen Kreuzschutz.
Auf dieser Grundlage empfiehlt die WHO, die Impfstoffe bald in Phase-3-Studien am Menschen zu testen, um ihre tatsächliche Schutzwirkung präzise zu bewerten und eine rasche, breite Anwendung zu ermöglichen. Darüber hinaus hat die von der WHO geförderte klinische Studie PARTNERS mit der Teilnahme von 100 Patienten einen wichtigen Meilenstein erreicht.
