Trotz zahlreicher Schwierigkeiten und Herausforderungen weist der Regierungsbericht darauf hin, dass die sozioökonomische Lage Vietnams im Jahr 2026 dennoch viele bedeutende Ergebnisse erzielen konnte. Es wird erwartet, dass 14 von 15 Kernzielen erreicht oder übertroffen werden.

Für das Jahr 2027 hat die Regierung ein Wachstumsziel von mindestens zehn Prozent festgelegt und dabei Wissenschaft und Technologie, Innovation sowie die digitale Transformation als zentrale Triebkräfte ihres neuen Entwicklungsmodells identifiziert.

Methoden zur Förderung des Wachstums verändern

Um die langfristige Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten, sind die effiziente Nutzung von einzelnen Ressourcen sowie die Fähigkeit, aus diesen Ressourcen einen Mehrwert zu generieren, von entscheidender Bedeutung. Der Abgeordnete La Thanh Tan aus der Stadt Hai Phong betonte, dass institutionelle Faktoren tatsächlich zu einer treibenden Kraft für die Entwicklung werden sollten:

„Eine Volkswirtschaft kann über große Potenziale, Ressourcen, Unternehmen sowie den Wunsch nach Aufstieg verfügen. Ob solche Potenziale jedoch in Wachstum umgesetzt wird und ob Ressourcen effektiv erschlossen werden, hängt stark von der Qualität der Institutionen ab. Daher bin ich der Auffassung, dass die Vervollkommnung von Institutionen im Jahr 2027 im Einklang mit der Verbesserung des vietnamesischen Rechtssystems stehen sollte. Dies ist eine Gelegenheit, einen grundlegenden Wandel in der Qualität der Institutionen herbeizuführen.“

Viele Abgeordneten schlugen vor, die Bewältigung institutioneller Engpässe muss danach beurteilt werden, ob sie in der Praxis tatsächlich behoben werden können und nicht allein anhand der Anzahl der herausgegebenen Dokumente. Der Abgeordnete Le Hoang Anh aus der Provinz Gia Lai hob die Qualität der rechtlichen Dokumente hervor:

„Es ist erforderlich, grundlegende Rahmenbedingungen sowie die Stabilität und Vorhersehbarkeit des Rechts zu gewährleisten. Rahmengesetze ermöglichen eine flexible Verwaltung, doch die Grundrechte von Unternehmen müssen im Gesetz ausdrücklich verankert sein. Unternehmen fühlen sich nur dann sicher, wenn ihre Rechte gesetzlich verankert sind und nicht in Anweisungen, die häufig geändert werden können. Gesetze können rasch erlassen werden, um Mängel zu beheben. Doch die Stabilität des Gesetzes könnte dazu beitragen, Kapital zu halten.“

Institutionelle Reformen zielen nicht nur darauf ab, unmittelbare Herausforderungen anzugehen. Sie müssen zudem ein stabiles, transparentes und vorhersehbares rechtliches Umfeld schaffen. Genau dies ist die Voraussetzung, die es Unternehmen ermöglicht, vertrauensvoll langfristige Investitionen zu tätigen, ihre Technologie zu erneuern und die Produktion auszuweiten.

Substanzielles Wachstum

Die im Rahmen der Parlamentssitzung am Freitag diskutierten Fragen unterstreichen die dringende Notwendigkeit, Fiskalpolitik, öffentliche Investitionen, institutionelle Reformen und die Erneuerung des Wachstumsmodells eng miteinander zu verknüpfen. Ressourcen, die fragmentiert oder ineffizient genutzt werden, vermögen keinen angemessenen Entwicklungsimpuls zu erzeugen. Dazu der Abgeordnete Nguyen Manh Hung aus der Stadt Can Tho:

„Um das Ziel eines zweistelligen Wachstums für den Zeitraum 2026-2030 zu erreichen, benötigen wir ein größeres Angebot an mittel- und langfristigem Kapital für die Wirtschaft. Zunächst ist es erforderlich, Kapital über Unternehmensanleihen zu erschließen und einen transparenten Anleihemarkt zu schaffen, der eine große Zahl teilnehmender Unternehmen anzieht. Zweitens: Wie man die Ersparnisse der breiten Bevölkerung in Investitionskapital umwandelt. Drittens sollte das Augenmerk auf Investmentfonds, insbesondere Risikokapialfonds, gerichtet werden, damit Unternehmen Zugang zu Finanzmitteln für ihre Produktion und ihren Geschäftsbetrieb erhalten.“

Der Maßstab für eine entwickelte Volkswirtschaft liegt nicht allein in der Höhe des mobilisierten Kapitals, der Anzahl der umgesetzten Projekte oder dem Umfang der Produktionsausweitung, sondern vielmehr in der Fähigkeit, diese Ressourcen in Produkte, Technologien, Wertschöpfung und substanzielle Wettbewerbsfähigkeit zu transformieren. Genau dies ist die Anforderung an die Planung und Umsetzung wirtschaftspolitischer Maßnahmen in der kommenden Zeit: Ressourcen freizusetzen, diese richtig zuzuweisen und jede einzelne davon effektiv zu nutzen, um so neue Impulse für die vietnamesische Wirtschaft zu schaffen.