(VOVWORLD) - Die Beziehungen zwischen Vietnam und China entlang der Landesgrenze sind in den vergangenen Jahren weiter im Sinne von Frieden, Stabilität und Kooperation vertieft worden. Durch das Austauschprogramm der Grenzverteidigung haben Vietnam und China die Kooperation beim Grenzschutz und -management forciert und die Verbundenheit der Bewohner in Grenzgebieten vorangetrieben. Dadurch streben beide Seiten nach einer nachhaltigen Entwicklung.
Blick auf die Diskussion der Delegationen Vietnams und Chinas. (Foto: Le Phuong/VOV5) |
Die Grenze zwischen Vietnam und China erstreckt sich über das Festland und das Meeresgebiet. Davon ist die Landesgrenze etwa 1.449 km lang, die über die vietnamesischen Provinzen Quang Ninh, Lang Son, Cao Bang und Tuyen Quang verläuft. Sie grenzt an das Autonome Gebiet Guangxi der Zhuang und an die Provinz Yunnan in China. Diese Grenze ist für die Verteidigung und Sicherheit sowie für die wirtschaftliche Entwicklung und den Völkeraustausch der beiden Nachbarländer von besonderer Bedeutung.
Feste rechtliche Grundlage für eine friedliche und freundschaftliche Grenze
Für eine friedliche und stabile Grenze wie heute mussten Vietnam und China einen Verhandlungsprozess durchführen, der mehr als 30 Jahre dauerte. Beide Seiten haben zahlreiche Schwierigkeiten aus natürlichen und technischen Bedingungen sowie aus historischen Fragen bewältigt.
Der Landgrenzvertrag beider Nationen, der im Juli 2000 in Kraft trat, hat eine wichtige rechtliche Grundlage für Grenzmanagement und -schutz geschaffen. Im November 2009 unterzeichneten Vietnam und China im chinesischen Peking drei rechtliche Dokumente über die Landesgrenze beider Staaten. Dazu zählt das Protokoll zur Abgrenzung und Festlegung der Landesgrenze zwischen Vietnam und China. Abgeschlossen wurden auch das Abkommen zur Landgrenzverwaltung und das Abkommen über Grenzübergänge und zur Verwaltung der Grenzübergänge zwischen Vietnam und China. Die drei Dokumente traten Mitte Juli 2010 in Kraft. Dazu der ehemalige Leiter der Grenzkommission der Regierung Tran Cong Truc:
„In rechtlicher Hinsicht verfügen wir nun über eine festgelegte Grenzlinie und ein massives und festes System nationaler Grenzsteine mit rechtlichen Verwaltungsdokumenten.“
Freundschaftsaustausch der Grenzverteidigung verbindet Nachbarschaft
Auf diesen Fundamenten wurde das erste Austauschprogramm der Grenzverteidigung zwischen Vietnam und China im Jahr 2014 veranstaltet und ist seitdem eine jährliche Veranstaltung beider Seiten geworden.
In diesem Jahr findet dieses Ereignis am 18. und 19. März mit zahlreichen Aktivitäten statt. Es gilt weiterhin als wichtiger Kooperationsmechanismus der Verteidigungsministerien und Grenzschutzkräfte beider Seiten, sagte der Vertreter der Politikabteilung der vietnamesischen Volksarmee, Oberst Do Duy Chinh:
„Das 10. Freundschaftsaustauschprogramm hat eine besonders wichtige Bedeutung. Es soll dazu beitragen, das politische Vertrauen zu verbessern, die Freundschaft und Solidarität der beiden Armeen und Völker Vietnams und Chinas zu stärken. Außerdem soll diese Aktivität die Zusammenarbeit der Grenzschutzkräfte, der lokalen Behörden und Bewohner in Grenzgebieten vorantreiben.“
Alle Aktivitäten im Rahmen des Freundschaftsaustauschprogramms in diesem Jahr werden praktisch durchgeführt und sind eng mit dem Leben der Bewohner in Grenzgebieten verbunden. Davon zeige die medizinische Untersuchung und Behandlung für die Grenzbevölkerung die Menschlichkeit und Kooperation beider Seiten, sagt Oberstleutnant Xiao Jun, Leiter der chinesischen militärmedizinischen Delegation:
„Diese Aktivität ist eine praktische Maßnahme zur Stärkung der Zusammenarbeit der Armeen Vietnams und Chinas im Gesundheitswesen. Das ist zugleich ein Symbol für die gegenseitige Unterstützung. Die Grenzsicherheit und die Gesundheit der Bevölkerung sind unsere Wünsche und Verantwortung.“
Die konkreten und praktischen Aktivitäten liegen nicht nur im Interesse der Bevölkerung. Sie sollen außerdem das Vertrauen und die Verbindung der Armeen, Behörden und Völker beider Staaten sowie die Freundschaft und Kooperation entlang der ganzen Grenzlinie verstärken.