Das starke Wachstum beruht vor allem auf Investitionen, Industrie und Tourismus. In den ersten neun Monaten zog Quang Ninh fast umgerechnet 8,72 Milliarden US-Dollar an inländischen Investitionen außerhalb des Staatshaushalts sowie mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen an. Rund 76 Prozent der geplanten öffentlichen Investitionen wurden ausgezahlt, gegenüber 48 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Industrie- und Bausektor wuchs schätzungsweise um mehr als 14 Prozent, die verarbeitende Industrie sogar um 26,6 Prozent. Alle zwölf geplanten Industrieprojekte nahmen ihren Betrieb auf, darunter Unternehmen wie Foxconn, Yaskawa und TCL. Vu Ngoc Anh, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von VB Holdings in der Industriezone VB Quang Yen, erklärt:

„Wir haben zahlreiche Faktoren sorgfältig geprüft, insbesondere die geografische Lage und die Standortvorteile von Quang Ninh sowie die Unterstützung der Lokalbehörden für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Behörden auf allen Ebenen unterstützen Unternehmen wirksam.“

Auch Tourismus und Dienstleistungen bleiben wichtige Wachstumstreiber. Die Tourismuseinnahmen erreichten umgerechnet 2,18 Milliarden US-Dollar, ein Plus von mehr als 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Um das Jahresziel eines Wachstums des regionalen Bruttoinlandsproduktes von 13,21 Prozent zu erreichen, muss die Stadt im vierten Quartal jedoch ein Wachstum von rund 15 Prozent erzielen.

Dazu sollen Tourismus und Konsum angekurbelt und große Handelsprojekte in Betrieb genommen werden. Vom Einkaufszentrum Aeon Mall Ha Long erwartet die Stadt nach der Eröffnung einen zusätzlichen Impuls für den Einzelhandel: Es soll jährlich umgerechnet etwa 1,16 Milliarden US-Dollar zum Einzelhandelsumsatz und zu den Konsumausgaben beitragen. General Manager Inui Shinichiro sagt:

„Quang Ninh ist ein Markt mit großem Potenzial. Wir hoffen, dass unser Einkaufszentrum Besucher aus der Stadt und den umliegenden Provinzen anzieht und auch den Lebensstil der Menschen in Ha Long verändert.“

Am 2. Oktober startete die Stadt eine 90-tägige Kampagne, um die Wirtschafts- und Sozialziele für 2026 zu erreichen. Angestrebt werden ein Wachstum des regionalen Bruttoinlandsproduktes von mehr als 13 Prozent, Staatseinnahmen von umgerechnet etwa 3,85 Milliarden US-Dollar und die vollständige Auszahlung der vorgesehenen öffentlichen Investitionen. Im Mittelpunkt stehen die Beschleunigung laufender Projekte und eine effizientere Nutzung der Ressourcen.

Der Vorsitzende des Volkskomitees von Quang Ninh, Bui Van Khang, betont:

„Wir müssen die Entwicklungsräume neu ordnen und neue Wachstumsmotoren schaffen. Entscheidend ist, bestehende Planungen konsequent umzusetzen. Der neue Verwaltungsraum muss tatsächlich neue Entwicklungsmöglichkeiten, moderne Verwaltungsformen und zusätzliche Wachstumsimpulse hervorbringen.“

Quang Ninh will nicht nur seine Ziele für 2026 erreichen, sondern auch langfristige Entwicklungsperspektiven schaffen. Dass die Voraussetzungen für den Stadtstatus vier Jahre früher als ursprünglich geplant erfüllt wurden, eröffnet neue Chancen. Mit seiner Lage, Infrastruktur, Industrie und Tourismus sowie einem zunehmend attraktiven Investitionsklima will Quang Ninh seine Potenziale weiter in konkrete Wachstumsimpulse umwandeln und so zum angestrebten zweistelligen Wirtschaftswachstum Vietnams beitragen.