(VOVWORLD) - Die Handelsförderung wird zu einem effizienten Förderinstrument für vietnamesische Unternehmen, um Exportmärkte zu erweitern und den Markenwert zu steigern. Dies trägt dazu bei, das Ansehen, die Position und die Soft Power der Nation zu stärken. 2026 gilt als das Schlüsseljahr für die vietnamesische Handelsförderung, um neue strategische Ausrichtungen umzusetzen, wobei der Fokus auf Technologie und Vernetzung liegt.
Vizehandelsminister Vu Sinh Nhat Tan (l.) veröffentlicht den Bericht über Handelsförderung im Zeitraum 2021-2025. (Foto: Das Handelsministerium) |
Wirtschaftsexperten zufolge tritt der Welthandel im Jahr 2026 und in den kommenden Jahren in eine Phase tiefgreifender Umgestaltung ein. Große Märkte verschärfen technische Barrieren und erhöhen die Anforderungen an Qualitätsstandards, Rückverfolgbarkeit und soziale Verantwortung. Diese Änderungen werden sich direkt auf die Produktion und den Export vietnamesischer Unternehmen auswirken. Nguyen Tien Dung, stellvertretender Direktor der Behörde für Industrie und Handel der nordvietnamesischen Provinz Quang Ninh und Truong Van Cam, Generalsekretär des vietnamesischen Textil- und Bekleidungsverbands, sind der Meinung:
„Wir schlagen vor, dass die Behörde für Handelsförderung Kommunen ermöglicht, nationale und internationale Messe auszurichten sowie an Messen zur Handelsförderung im Ausland teilzunehmen. Dies trägt zur Entwicklung der lokalen Marken bei. Zudem sollten die Bereitstellung von Marktinformationen und die digitale Handelsförderung intensiviert werden.“
„Wir hoffen auf die weitere Unterstützung und die Schaffung günstiger Bedingungen durch die Behörde für Handelsförderung im Jahr 2026. Wir benötigen frühzeitig Pläne, um im Export nicht passiv zu bleiben. Es ist notwendig, weitere Kompetenzschulungen in der Handelsförderung zu organisieren und den regelmäßige Austausch mit den Handelsvertretungen aufrechtzuerhalten.“
Im Aktionsplan für Handelsförderung für den Zeitraum 2026-2030 setzt das Ministerium für Industrie und Handel das Ziel, die Effizienz nachhaltiger Exporte zu steigern und ein quantitatives und qualitatives Exportwachstum anzustreben. Darüber hinaus fordert der Plan eine starke Entwicklung von nationaler Marke und Branchenmarken sowie den Aufbau eines nationalen Images für zuverlässige, nachhaltige und intelligente Produkte. Dazu Vu Ba Phu, Leiter der Behörde für Handelsförderung im Ministerium für Industrie und Handel:
„Wir werden weiterhin kreativ und effektiv verschiedene Maßnahmen zur Handelsförderung umsetzen, vor allem das nationale Programm für Handelsförderung. In Kooperation mit den Lokalbehörden werden neue Ansätze eingeführt. Um das Ziel, bis 2030 ein Entwicklungsland mit moderner Industrie und bis 2045 ein Industrieland zu werden, zu erreichen, soll Vietnams Importen von Maschinen und Ausrüstung sowie Innovation und Technologietransfer vorantreiben. Dies ist ebenfalls eine sehr wichtige Aufgabe der Handelsförderung.“
Vu Ba Phu, Leiter der Behörde für Handelsförderung im Ministerium für Industrie und Handel. (Foto: Das Handelsministerium) |
Der Beschluss Nr. 57 des Politbüros über den Durchbruch in der Entwicklung von Wissenschaft, Technologie, Innovation und nationaler Digitalisierung, der Beschluss Nr. 68 des Politbüros über die Entwicklung der Privatwirtschaft sowie das Programm „Go Global“ für den Zeitraum 2026-2035 stellen neue Anforderungen an die Handelsförderung im Zeitraum 2026-2030. Es handelt sich unter anderem um die Marktdiversifizierung und effiziente Nutzung von Freihandelsabkommen. Darüber hinaus soll ein vernetztes, modernes und professionelles nationales Handelsförderungssystem aufgebaut werden. Nguyen Viet San, stellvertretender Leiter der Abteilung für Außenmarktentwicklung im Ministerium für Industrie und Handel, ist der Meinung:
„Wir werden Delegationen für Handelsförderung in neue Märkte und potenzielle Nischenmärkte entsenden. Zudem werden wir den Ausbau hybrider Handelsförderungsformate unter Einbindung des grenzüberschreitenden E-Commerce vorantreiben. Darüber hinaus wird die Kooperation mit den vietnamesischen Handelsvertretungen bei der Partnerauswahl intensiviert.“
Der Zeitraum 2026-2030 ist von entscheidender Bedeutung für die Stärkung der Position Vietnams in der globalen Wertschöpfungskette. Das im Aufbau befindliche Ökosystem der Handelsförderung wird dazu beitragen, vietnamesische Unternehmen effektiv zu vernetzen und sie auf ihrem Weg zur Ausweitung der Absatzmärkte und nachhaltigen Entwicklung zu begleiten.