Wiederbelebung im Pfirsichanbaugebiet Cam Gia in der Provinz Thai Nguyen

(VOVWORLD) - Das Pfirsichanbaugebiet Cam Gia im Wohnbezirk Gia Sang in der nordvietnamesischen Provinz Thai Nguyen ist landesweit bekannt für seine einzigartige alte Pfirsichbäume. Trotz Schwierigkeiten durch die Überschwemmungen in den vergangenen zwei Jahren bemühen sich die Bewohner am Cau-Fluss darum, die Produktion wiederherzustellen, um rechtzeitig zum Neujahrsfest Tet 2026 den Markt mit Pfirsichbäumen und verschiedenen Blumensorten zu versorgen.
Wiederbelebung im Pfirsichanbaugebiet Cam Gia in der Provinz Thai Nguyen - ảnh 1Hoang Van Doanh pflegt täglich die verbleibenden Pfirsichbäume für das kommende Tet-Fest.

Die zwei verheerenden Überschwemmungen infolge des Taifuns Yagi im September 2024 und des Taifuns Matmo im Oktober 2025 verursachten den Pfirsichzüchtern in Cam Gia große Schäden. Viele Familien verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Betroffen waren 365 Haushalte mit über 30 Hektar Pfirsichanbaufläche, darunter viele wertvolle, kunstvoll geformte uralte Pfirsichbäume. Doch aus Liebe zum traditionellen Pfirsichanbau gaben die Menschen in Cam Gia angesichts der grausamen Naturkatastrophe nicht auf.

Sobald das Wasser zurückging, begannen sie unverzüglich mit der Reinigung der Felder und Gärten. Sie bereiteten den Boden auf und pflanzten neue Setzlinge. Die Familie von Hoang Van Doanh verfügt über einen etwa 5.000 Quadratmeter großen Garten. Täglich pflegt er die verbleibenden Pfirsichbäume für das kommende Tet-Fest.

„Meine Familie konnte nur dutzende Pfirsichbäume retten. Nach den Fluten sind wir auf den Blumenanbau wie Lilien und Gladiolen umgestiegen, um sie rechtzeitig zum Tet-Fest liefern zu können und so ein zusätzliches Einkommen zu sichern.“

Wiederbelebung im Pfirsichanbaugebiet Cam Gia in der Provinz Thai Nguyen - ảnh 2Nguyen Van Bang hat Erfahrung mit Pflegetechniken kombiniert, um die Bäume nach den Fluten wieder aufzupäppeln.

Der Pfirsichgarten von Nguyen Van Bang, einem anderen Bewohner in Cam Gia, liegt an einer erhöhten Stelle, weshalb das Hochwasser früh zurückging und die Bäume nicht lange im Wasser standen.

Unmittelbar nach dem Rückgang der Fluten verstärkte der erfahrene Pfirsichzüchter die Spritzungen zur Krankheitsvorbeugung, brachte organischen Dünger aus und beschnitt die Äste, damit sich die Bäume schnell erholen konnten. Jeder einzelne Baum wurde von ihm sorgfältig gepflegt, damit er pünktlich zum Tet-Fest in voller Blüte steht.

„Wir haben Erfahrung mit Pflegetechniken kombiniert, um die Bäume nach den Fluten aufzupäppeln. Derzeit sind die Bäume gesund und die Qualität ist gut genug, um den Markt zu beliefern.“

Wiederbelebung im Pfirsichanbaugebiet Cam Gia in der Provinz Thai Nguyen - ảnh 3Ein Pfirsichgarten liegt an einer erhöhten Stelle. 

Die Fachkräfte des Wohnviertels arbeiten eng mit dem Pfirsichanbauverband von Cam Gia zusammen, um die geschädigten Flächen jedes einzelnen Haushalts detailliert zu erfassen. Ziel ist es, die Unterstützungsverfahren gemäß der Politik der Provinz einzuleiten. Die Bank für Sozialpolitik hat Schulden abgebaut sowie Zinsbefreiung oder -senkung für bestehende Kredite gewährt. Gleichzeitig stellt sie neue Kredite bereit, damit die Bewohner das berühmte Pfirsichanbau-Dorf wiederbeleben können.

Auch Vertreter des Bauernverbandes des Wohnviertels Gia Sang besuchten jeden einzelnen Garten, um das Ausmaß der Schäden zu erfassen. Dabei gaben sie technische Anleitungen zur Behebung der Folgen und ermutigten die Bauern, die Produktion fortzusetzen. Nguyen Thi Thuy Nga, stellvertretende Vorsitzende des Bauernverbands des Wohnviertels Gia Sang, teilte mit:

„Die Lokalbehörden und der Bauernverband haben die Bewohner ermutigt, die verbleibenden Pfirsichbäume zu pflegen, um Einkommen zu erzielen. Der Verband hat zudem einigen Banken vorgeschlagen, die Zinssätze für betroffene Haushalte zu senken, um ihnen Bedingungen für die Wiederaufnahme der Produktion zu schaffen.“

Die Naturkatastrophe hat zwar viel Mühe und Vermögen hinweggefegt, doch den Willen der Bewohner, die Schwierigkeiten zu überwinden, konnte sie nicht brechen. Die Pfirsichbäume schlagen Wurzeln und treiben neue Triebe aus, während die Lilien- und Chrysanthemenbeete in frischem Grün erstrahlen. Dies sichert nicht nur das Einkommen, sondern zeugt auch von dem unermüdlichen Einsatz und der Beharrlichkeit der Menschen in Cam Gia auf ihrem Weg des Wiederaufbaus nach den Fluten.

Mehr zum Thema

Feedback

Weiteres