(VOVworld) – Vor drei Jahren hat Premierminister Nguyen Tan Dung ein Pilotprojekt ratifiziert, dass etwa 600 junge Intellektuelle zu Vizevorsitzenden der Volkskomitees der Gemeinden ernannt hat. Das Projekt hat die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf sich gezogen, vor allem die der Jugendlichen. Die ersten Erfolge des Projekts werden als Durchbruch der Partei und des Staates bei der Ausbildung von Beamten betrachtet. Sie zeigen außerdem das Vertrauen in das Können junger Intellektueller, die sich für die Verwaltungsarbeit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes engagieren können.


Der Vize-Vorsitzende der Gemeinde Long Coc in der nordvietnamesischen Provinz Phu Tho, Nguyen Thai Son (r.) versorgt Einwohner vor Ort technische Kenntnisse zur Hasenzucht. (Foto: doanthanhnien.vn)

Vor über einem Jahr sind 580 ausgezeichnete Jugendliche mit Hochschulabschluss aus dem ganzen Land ausgewählt worden. Sie wurden zu Gemeinde-Vizevorsitzenden in 63 armen Kreisen landesweit ernannt. Dort übernehmen sie wirtschaftliche, kulturelle und soziale Aufgaben. Mit Enthusiasmus und Können haben sie ihre Arbeit mit Besuchen in Dörfern und Gemeinden, sowie durch enge Beziehungen zu den lokalen Bewohnern schnell erfasst. Nach einem Jahr haben sie diese Aufgaben erfüllt. Zwei Drittel der Vizevorsitzenden haben die Arbeit mit bester Leistung erledigt. Viele ihrer Ideen und Initiativen, die die Produktion sowie den Lebensstandard der Bewohner vor Ort, vor allem der ethnischen Minderheiten, erheblich verbessert haben, wurden sehr begrüßt. Darüber freut sich der Leiter der Kommission für Angelegenheiten der Jugendlichen des Innenministeriums und Leiter des Projekts “600 Gemeinde-Vizevorsitzende”, Vu Dang Minh:

„Bis jetzt haben die ausgewählten 580 Jugendlichen die Aufgaben der ersten Phase erfüllt. Sie haben alle ihre Arbeit gut verrichtet und ihre selbst erarbeiteten Projekte wurden sehr geschätzt. Bemerkenswert war ein Projekt zur Förderung des Tourismus in Dorf Lac in der nordvietnamesischen Provinz Hoa Binh, das erfolgreich durchgeführt wurde. Dabei wurde die Verwaltungsrolle der Behörde geachtet. Dieses Projekt wurde vom Kreis-Volkskomitee geschätzt und erhielt finanzielle Unterstützung im Wert von einer Million US-Dollar.“

Trotz des jungen Alters und des Mangels an Erfahrungen haben die Vizevorsitzenden mit ihren Fachkenntnissen dazu beigetragen, das Gesicht der Gemeinden vor Ort beachtlich zu verbessern. Ihr größten Schwierigkeiten liegen darin, sich an die Sitten und Bräuche sowie die Sprache der lokalen Menschen zu gewöhnen. Außerdem sind viele Vize-Vorsitzende bei der Umsetzung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Verlegenheit geraten. Denn sie müssen Arbeit übernehmen, die keinen Zusammenhang mit ihren fachlichen Kenntnissen haben. Einer der Faktoren für den Erfolg sei es, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen, sagt Dang Phuc Long, der seit über ein Jahr als Vizevorsitzender der Gemeinde Phin Ho des Kreises Tram Tau in der nordvietnamesischen Provinz Yen Bai arbeitet:

„Dieses Vertrauen muss auf gegenseitigen Respekt beruhen, damit Bescheidenheit und Ehrlichkeit geschaffen werden können. Außerdem sollten wir Enthusiasmus zeigen und uns den Schwierigkeiten stellen, um die Aufgabe gut zu erfüllen. Wir sollen nicht viel verlangen, sondern uns selbst in Schwierigkeiten behaupten.“

Das Projekt “600 Gemeinde-Vizevorsitzende” wurde bislang richtig bewertet und Berichte daruüber entsprechen den Tatsachen. Es sei ein Durchbruch bei der Personalarbeit und solle den Nachwuchs in der staatlichen Verwaltung fördern, betont Vu Dang Minh weiter:

„Wichtig ist, dass wir eine Förderungspolitik einführen, die die jungen Intellektuellen bei ihrer Aufgabe ermutigen soll. Nach über einem Jahr wurden viele von ihnen angesichts der guten Arbeit zum Vorsitzenden des Volkskomitees der Gemeinden vor Ort gefördert. Bei der nächsten Phase des Projekts werden wir sie weiterhin dabei unterstützen, ihre fachlichen Kenntnisse zu verbessern. Beispielsweise werden wir Kurse veranstalten, die je nach Voraussetzungen der Arbeit jeder Gemeinde entsprechen sollen.“

Der Verwaltungsrat des Projekts beschäftigt sich derzeit mit vier Zielen, die die Qualität des Projekts verbessern sollen. Beispielsweise konzentriert er sich darauf, günstige Bedingungen für junge Intellektuelle zu schaffen, damit sie ihre beste Leistung bringen. Außerdem soll die Ausbildung der Beamten verstärkt werden, um das politische System vor Ort mit hochqualifizierten Arbeitskräften zu versorgen. Sollten diese Ziele verwirklicht werden, wird das Projekt dazu dienen, die Politik zur Ausbildung und Verlegung der Beamten zu vervollständigen.