Laut dem Beschluss Nr. 10 zur Entwicklung des Wirtschaftssektors mit ausländischen Investitionen setzt sich Vietnam zum Ziel, bis 2030 75 Prozent der FDI aus entwickelten Volkswirtschaften mit Hochtechnologien anzuziehen. Die internationalen Standards für Industrieparks neuer Generation gelten als „Pässe“zur Anziehung von hochwertigen FDI.
„Begrünung“ der Industrieparks: „Hebel“ zur Anziehung hochwertiger FDI-Ströme
Angesichts des weltweiten Wandels zu grünem Wachstum ist die grüne Industrie nicht nur eine Tendenz, sondern eine zwingende Voraussetzung für Vietnam, um ein hohes Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten und die globalen Standards für nachhaltige Entwicklung zu erfüllen. Der grüne Wandel wurde von der Regierung in einer Verordnung über das Management von Industrieparks und in einer Richtlinie zum Öko-Industriepark-Modell konkretisiert. Sie sind ein Rechtsrahmen und ein wichtiges Fundament für Provinzen und Unternehmen bei der Transformation von traditionellen zu nachhaltigen Industrieparks.
Tatsächlich suchen die weltgrößten Investoren nicht nur nach vorhandener Infrastruktur, fordern sondern auch ein Ökosystem für „grüne Waren“, in dem die Fabriken bereits in der Produktionsphase die intelligenten und nachhaltigen Standards erfüllen, sagt Frau Doktor Nguyen Tram Anh, nationale Leiterin des Globalen Programms für Öko-Industrieparks:
„Im Beschluss Nr. 10 wurden strenge Kriterien festgelegt. Demnach sollten bis 2030 zehn Prozent der Industrieparks in Vietnam zu Öko-Industrieparks umgewandelt werden. Das ist ein Leitfaden für die Entwicklung der Industrieparks und die erfolgreiche Transformation zu Öko-Industrieparks. Auf dieser Grundlage können sich die ausländischen Direktinvestitionen deutlich erhöhen.“
In Vietnam gibt es fast 500 Industrieparks und mehr als 1000 Industriecluster. Jedoch befinden sich lediglich ein bis zwei Prozent der Industrieparks in der Phase der Transformation.
Ausbau grüner Infrastruktur: Starke Anzeichen aus Provinzen
Vor kurzem hat Vizepremierminister Ho Quoc Dung eine Entscheidung zum Ausbau von Hightech-Industrieparks von Ho-Chi-Minh-Stadt unterzeichnet. Demnach sollten die architektonischen, technischen und sozialen Infrastruktursysteme der Hochtechnologiezone sollten einheitlich, modern und umweltfreundlich entworfen werden.
Währenddessen hat sich die südvietnamesische Stadt Dong Nai – eines der großen Industriezentren des Landes – zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 mindestens zwei Industrieparks als Öko-Industrieparks anerkannt werden. Mindestens zehn Prozent der Unternehmen der Industrieparks engagieren sich für eine effiziente Ressourcennutzung und saubere Produktion. Dazu Pham Viet Phuong, stellvertretender Leiter der Verwaltungsabteilung für Industrie- und Wirtschaftszonen der Stadt Dong Nai:
„Die Stadt Dong Nai bevorzugt grüne und nachhaltige Entwicklung, vor allem Investitionen in die neuen Industrieparks nach dem Modell von ökologischen, grünen und hochtechnologischen Industrieparks. Das ist eine unvermeidliche Tendenz und eine dringende Anforderung, da die weltweiten großen Märkte die Kriterien für Umweltschutz, Reduzierung von CO2-Emissionen und Praktiken von Umwelt, Soziales, Unternehmensführung (ESG) für Exportgüter und globale Lieferketten verschärfen.“
Dass Vietnam die Förderung der Öko-Industrieparks verstärkt, soll das Ziel des Beschlusses Nr. 10 verwirklichen und sichere Standorte für internationale Investoren schaffen. Das ist auch eine Verpflichtung einer Nation gegenüber einer globalen nachhaltigen Entwicklung.
