(VOVWORLD) - Der 14. Parteitag der Kommunistischen Partei Vietnams hat strategische Durchbrüche bei Infrastruktur, Personalentwicklung, Wissenschaft, Technologie und Regionalvernetzung festgelegt. Dadurch eröffnen sich Chancen für einen qualitativen und nachhaltigen Wandel des Tourismus. Der Raum Südzentralvietnam, Hochland Tay Nguyen und Khanh Hoa gilt weiterhin als treibende Kraft.
Das Tourismuszentrum Nha Trang in der Provinz Khanh Hoa. (Foto: Thai Binh/VOV-Hochland Tay Nguyen) |
Erstmals reist die Familie von Nie Y Trang aus Buon Don in Dak Lak in die Küstenstadt Nha Trang, um dort Urlaub zu machen. Neben dem Baden und dem Genuss von Meeresfrüchten äußerte er die Hoffnung, dass die baldige Fertigstellung der Autobahn Khanh Hoa – Buon Ma Thuot Handel und Tourismus weiter fördern werde.
Unternehmen in Dak Lak und Khanh Hoa reagieren auf neue Nachfrage mit regional verknüpften Angeboten. Statt einzelner Ziele entstehen Programme nach dem Prinzip „eine Route – viele Erlebnisse“ mit Meer, Wald, Hochlandkultur und Kulinarik. Laut Nguyen Minh Tri aus dem Reiseunternehmen Minh Tri Travel in Dak Lak arbeiten Reiseveranstalter in Khanh Hoa und Dak Lak zusammen, um gemeinsame Touren zu entwickeln.
„Eine Route bietet künftig mehr Reiseziele – Meer, Wald, Kultur und Küche. Innerhalb der drei Tage können Gäste in Khanh Hoa baden und anschließend im Osten von Dak Lak Wasserfälle, Wälder und Hochlandkultur entdecken.“
Experten sehen jedoch Defizite bei Verkehrsinfrastruktur, Fachkräften und Technologieeinsatz als Hemmnisse. Dazu Le Chi Cong aus der Tourismusfakultät der Universität Nha Trang:
„Durchbrüche bei der Infrastrukturvernetzung ermöglichen regionale Tourismusachsen zwischen Hochland und Küste. Das verlängert Aufenthalte und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig braucht es qualifiziertes Personal, um Servicequalität und nachhaltige Lebensgrundlagen zu sichern.“
Der Raum Zentralhochland und Südzentralvietnam verfügt über zahlreiche einzigartige Kultur- und Tourismusangebote. (Foto: Thai Binh/VOV-Hochland Tay Nguyen) |
Im Einklang mit den Leitlinien des 14. Parteitags der KPV richtet die Unternehmensgemeinschaft in Khanh Hoaihren Fokus verstärkt auf erlebnisorientierte Produkte, höhere Servicequalität und eine engere Wertschöpfungskette. Dazu Pham Minh Nhut, Vorsitzender des Tourismusverbandes der Provinz Khanh Hoa:
„Wir werden alle vorhandenen Ressourcen nutzen, um attraktive Produkt- und Dienstleistungspakete zu entwickeln und die Servicequalität weiter zu steigern. Ziel ist es, mehr Besucher nach Khanh Hoa zu bringen und ein zweistelliges Wachstum gemäß dem Beschluss des 14. Parteitags zu erreichen. Dazu gehören Neupositionierung, Umstrukturierung, digitale Transformation sowie die Entwicklung einer grünen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Das ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“
Mit dem Ziel von 18,8 Millionen Besuchern im Jahr 2026 strebt Khanh Hoa an, den Tourismus zur tragenden Wirtschaftsbranche auszubauen und seine führende Rolle für die Region Südzentralvietnam und Hochland Tay Nguyen zu stärken. Nguyen Long Bien, stellvertretender Vorsitzender des Volkskomitees der Provinz Khanh Hoa, erklärt:
„Wir müssen uns stärker vernetzen und Produkte mit eigenständigem Profil entwickeln. Die Region verfügt über vielfältige Identitäten und Entwicklungspotenziale. Künftig gilt es, mehr Programme und Großveranstaltungen zu organisieren, zusätzliche Flugverbindungen und neue Routen zu eröffnen sowie die touristische Werbung auf ein entsprechend hohes Niveau zu heben.“
Insgesamt ist die Vernetzung zwischen Zentralhochland und Südzentralvietnam nicht nur eine kurzfristige Maßnahme, sondern auch eine langfristige Strategie. Mit moderner Infrastruktur und innovativen Angeboten kann der regionale Tourismus nachhaltig wachsen und stärker zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.