(VOVWORLD) - Auf dem Weg zur Entwicklung einer regierungsunmittelbaren Erbestadt muss die Stadt Hue den Stadtraum umstrukturieren und Engpässe bei der Planung beseitigen. Ziel ist es, neue Entwicklungspotenziale zu erschließen und gleichzeitig typische Werte der alten Kaiserstadt zu bewahren.
Der Parfüm-Fluss. (Foto: VOV) |
Hue fungiert als Zentrum für Kultur, Bildung, Gesundheit und Tourismus in Zentralvietnam sowie als wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Tor zum Meer des Ost-West-Wirtschaftskorridors.
Gemäß der Planung für den Zeitraum 2021–2030 mit einer Vision bis 2050 soll sich Hue nach dem Modell einer „Fluss-Lagunen-Meer-Erbestadt“ entwickeln. Dabei bildet der Parfüm-Fluss die zentrale Kultur- und Landschaftsachse. Die Tam-Giang-Cau-Hai-Lagune dient als spezifischer ökologischer Tourismusraum, während die Küstenregion für eine moderne Meereswirtschaft und Dienstleistungen vorgesehen ist. Dies soll dazu beitragen, die eigene Identität zu schaffen sowie die Wettbewerbsfähigkeit und die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel zu verbessern. Architekt Ngo Viet Nam Son analysiert:
„Die Planung soll im Einklang mit Plänen zur Umsetzung dieser Planung und einer klaren Investitions- und Wettbewerbsstrategie stehen. Hue benötigt Investitionen in die strategische Infrastruktur, insbesondere in die multimodale Verkehrsinfrastruktur. Die Anbindung von Hue an Da Nang und das nationale Infrastrukturnetz wird der Wirtschaft von Hue entscheidende Impulse verleihen.“
Die Thuan-An-Brücke fördert die sozioökonomische Entwicklung von Hue. |
Die Änderung der Planung der Stadt Hue bis 2030 mit einer Vision bis 2050 fokussiert sich auf fünf Säulen. Dazu zählen unter anderem Kultur und Erbe, Wissensökonomie und Meereswirtschaft, klimaresiliente Stadtentwicklung, intelligente Infrastruktur und regionale Vernetzung. Architektur Tran Ngoc Chinh, Vorsitzender des vietnamesischen Verbands für Stadtplanung und –entwicklung, ist der Meinung, dass Hue eng mit den Provinzen Da Nang und Quang Tri zusammenarbeiten sowie die regionale Vernetzung und die Vernetzung von Erbestätten vorantreiben sollte. Gleichzeitig sollte der Erhalt der Landschaft der Zitadelle von Hue als Kernprinzip der Entwicklung bezeichnet werden.
„Bei der Änderung der Stadtplanung soll Hue die Zitadelle und das gesamte Stadtzentrum als vorrangige Bewahrungsräume betrachtet werden. Die Förderung der Erbewerte und der Schutz der Landschaften des Parfüm-Flusses und des Erbes ist ein zwingendes Prinzip.“
Experten zufolge wird die Entwicklung der Stadt Hue durch mehrere Engpässe behindert: die Infrastruktur, die Energieversorgung, die Humanressourcen, die Stadtverwaltung, das Budgetwesen sowie Konflikte im Entwicklungsraum. Gleichzeitig schlugen sie Lösungen vor, um die Kohärenz zwischen der Stadtplanung, dem nationalen Masterplan sowie den Regional- und Branchenplanungen zu gewährleisten.
Dazu Nguyen Khac Toan, Vorsitzender des Volkskomitees der Stadt Hue:
„Die Planungsänderung ist für die Stadt Hue von besonderer Bedeutung. Sie stellt den Willen und das Streben der Parteileitung, Stadtverwaltung und der Bevölkerung nach der Entwicklung dar. Das Volkskomitee der Stadt wird sich darauf konzentrieren, konkrete Pläne aufzustellen. Damit kann die geänderte Planung baldmöglichst umgesetzt werden.“
Das neue Gesicht von Hue muss aus konkreten Veränderungen entstehen. Ziel ist es, dass die alte Kaiserstadt ihre charakteristische historische Beschaulichkeit bewahrt und gleichzeitig Schritt für Schritt ihre Position als Erbestadt im allgemeinen Entwicklungsprozess des Landes festigt.