(VOVWORLD) - Zum Ende des Jahres 2025 hat VOV zehn wichtigsten Weltereignisse ausgewählt.
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| Die US-Zollpolitik hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft verursacht. |
1. Die Zollpolitik der USA wirkt sich tiefgreifend auf die Weltwirtschaft aus
Am 2. April 2025 hat US-Präsident Donald Trump Gegenzölle in Höhe von 10 bis über 50 Prozent gegen die meisten Länder der Welt, darunter auch die engsten Verbündeten der USA, verhängt. Diese Politik hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, setzte das internationale Handelssystem stark unter Druck und beeinflusste globale Produktions- und Lieferketten.
Unter dem Druck der US-Zollpolitik sahen sich viele Länder gezwungen, neue Handelsabkommen mit den USA auszuhandeln, Produktionsstandorte zu verlagern und ihre Lieferketten neu zu ordnen. Die Staaten mussten ihre Strategien anpassen, um Risiken zu minimieren und sich an die neue Lage anzupassen.
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| Israel und Hamas einigen sich auf Waffenstillstand nach zwei Jahren blutigen Konflikts. |
2. Israel und die Hamas erreichen nach zwei Jahren blutigen Konflikts einen Waffenstillstand
Durch Vermittlung der USA, Ägyptens und mehrerer arabischer Länder ist am 13. Oktober 2025 das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen offiziell unterzeichnet worden. Dies markiert einen wichtigen Wendepunkt zur vollständigen Beendigung des seit 2023 andauernden Konflikts, der mehr als 70.000 Menschen das Leben gekostet hat.
Dieses Abkommen stellt die erste Phase eines 20-Punkte-Friedensplans dar, der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen wurde. Darin ist unter anderem vorgesehen, den Gazastreifen der palästinensischen Verwaltung zu übergeben und einen palästinensischen Staat zu gründen. Der Waffenstillstand im Gazastreifen gilt als der bedeutendste politische und diplomatische Fortschritt der beteiligten Parteien, um die Gewalt und die schwere humanitäre Katastrophe zu beenden.
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| USA verkünden neue nationale Sicherheitsstrategie: Signal für eine Neuordnung der globalen strategischen Lage. |
3. Die USA veröffentlichen eine neue Nationale Sicherheitsstrategie
Am 4. Dezember 2025 haben die USA eine neue Nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht, die die größten strategischen Veränderungen seit dem Ende des Kalten Krieges widerspiegelt und zugleich eine umfassende Neuordnung signalisiert. Die neue Sicherheitsstrategie bekräftigt, dass die USA einen großen Teil ihrer militärischen Stärke in die westliche Hemisphäre verlagern werden.
Zugleich betrachtet die Strategie Russland nicht länger als „Feind“, sondern bewegt sich schrittweise in Richtung einer Partnerschaft. China werde hingegen als Gegner eingestuft, mit dem jedoch ein Dialog notwendig sei, um die wirtschaftlichen Beziehungen neu auszubalancieren. Im Gegensatz dazu übt die neue Strategie scharfe Kritik an Europa und deutet einen Rückzug der sicherheitspolitischen Verpflichtungen der USA gegenüber diesem Kontinent an.
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| Israel und die USA greifen den Iran an. |
4. Israel und die USA greifen Iran an
Am 13. Juni 2025 hat Israel überraschend Luftangriffe auf zahlreiche iranische Nuklear- und Militäreinrichtungen durchgeführt. Ziel sei es, eine Ausweitung des iranischen Atomprogramms zu verhindern. Iran reagierte mit dem Abschuss von Hunderten Raketen auf israelisches Territorium. Am 22. Juni griffen die USA direkt ein, indem sie Marschflugkörper vom Typ Tomahawk einsetzten, um die iranischen Nuklearanlagen in Natanz, Fordow und Isfahan anzugreifen. Dies war das erste Mal, dass die USA unmittelbar das iranische Nuklearnetzwerk angriffen. Dieser Konflikt stellt die schwerwiegendste Eskalation in den feindseligen Beziehungen zwischen dem Iran und Israel dar – mit Unterstützung der USA.
Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha. |
5. Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha
Am 24. Juli 2025 ist ein Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha ausgebrochen, als beide Seiten mit schweren Waffen mehrere Ziele auf dem jeweiligen Staatsgebiet angegriffen haben. Es handelte sich um den schwerwiegendsten Zusammenstoß zwischen den beiden südostasiatischen Nachbarländern seit den Gefechten im Jahr 2011 um den umstrittenen Tempel Preah Vihear. Nach der Vermittlung der internationalen Gemeinschaft unterzeichneten beide Länder auf dem ASEAN-Gipfel im Oktober 2025 in Malaysia eine gemeinsame Erklärung über ein Friedensabkommen und die Wiederaufnahme von Verhandlungen. Anfang Dezember 2025 flammten die Kämpfe jedoch erneut auf. Die internationale Gemeinschaft bemüht sich weiterhin, den Dialog zu fördern und eine friedliche Lösung zu finden.
Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt zeigen Fortschritte. |
6. Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt zeigen Fortschritte
Der russisch-ukrainische Konflikt ist im dritten Jahr weiterhin in eine Pattsituation eingetreten. Die Ukraine führte mehrere Angriffe auf russischem Territorium durch, während Russland seine Kontrolle über weitere Gebiete in der Ostukraine ausweitete. Im November 2025 veröffentlichten die USA überraschend einen 28-Punkte-Friedensplan, um einen Ausweg aus dem Krieg zu finden. Nur einen Monat später erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Verzicht auf das Ziel eines NATO-Beitritts – die bislang größte Anpassung in der ukrainischen Politik. Diese Schritte gelten als Wendepunkt und als Zeichen verstärkter Bemühungen aller Seiten, den Konflikt zu beenden.
Proteste und Unruhen in vielen Ländern. |
7. Proteste und Unruhen in vielen Ländern
Im Jahr 2025 ist es in zahlreichen Ländern weltweit zu Protesten und Unruhen gekommen. Die Gründe für die meisten Proteste waren sozial-wirtschaftliche Krisen durch Korruption, mangelhafte Regierungsführung und ähnliche Probleme. In Nepal brach am 8. September eine Protestwelle aus, nachdem die Regierung beschlossen hatte, 26 soziale-Medien-Plattformen zu schließen. Der Dominoeffekt aus Nepal griff auf Madagaskar über, wo die Bevölkerung gegen Strom- und Wassermangel, steigende Lebenshaltungskosten sowie weit verbreitete Korruption auf die Straße ging.
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| Angespannte Beziehungen zwischen China und Japan. |
8. Politische Umbrüche in Nordostasien, zunehmende Spannungen zwischen China und Japan
Am 4. April 2025 ist der südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol nach einem Urteil des Verfassungsgerichts offiziell seines Amtes enthoben und inhaftiert worden. Das Gericht befand, dass seine Entscheidung, kurzfristig das Kriegsrecht zu verhängen, verfassungswidrig gewesen sei. In Japan wiederum wurde am 21. Oktober 2025 Takaichi Sanae, Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei (LDP), zur ersten Premierministerin in der Geschichte des Landes gewählt. Kurz nach ihrem Amtsantritt nahmen die Spannungen zwischen China und Japan plötzlich zu, nachdem die japanische Premierministerin eine militärische Reaktion Japans im Falle eines chinesischen Angriffs auf Taiwan angedeutet hatte. China reagierte scharf, warf Japan Einmischung vor.
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| Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue Front im globalen strategischen Wettbewerb. |
9. Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet ein neues Feld des globalen strategischen Wettbewerbs
Die Anwendung für Künstliche Intelligenz (KI) namens DeepSeekvon einem chinesischen Unternehmen hat sofort für Aufsehen in der globalen Tech-Branche gesorgt. Mit Funktionen, die denen von ChatGPT, der generativen KI-Anwendung des US-Unternehmens OpenAI, in nichts nachstehen, wurden die Entwicklungskosten von DeepSeek jedoch deutlich niedriger gehalten. Die Einführung von DeepSeek eröffnet einen völlig neuen Ansatz für Länder, die bislang weder über führende technologische noch finanzielle Vorteile bei der KI-Entwicklung verfügen.
Naturkatastrophen verursachen schwerwiegende Folgen in der Welt. |
10. Naturkatastrophen mit schweren Folgen verwüsten viele Regionen der Welt
Im Jahr 2025 haben zahlreiche extreme Wetterereignisse wie Supertaifune, Überschwemmungen, Dürren und historische Hitzewellen in allen Regionen der Welt riesige Schäden verursacht. Supertaifune wie Melissa, Kalmaegi und Ragasa verwüsteten den asiatisch-pazifischen Raum. Überschwemmungen trafen Pakistan, Sri Lanka und Südostasien. Erdbeben ereigneten sich in Myanmar und Afghanistan. Waldbrände wüteten in den USA und Hitzewellen trafen Europa und Asien. Schätzungen zufolge beliefen sich die durch Naturkatastrophen verursachten Schäden für die Weltwirtschaft auf rund 220 Milliarden US-Dollar. Zudem beeinträchtigten die Katastrophen den globalen Handel, die Logistik und die industrielle Produktion erheblich.